Lidia Antonini und "Of Monsters and Men" (Bild: )

Of Monsters and Men

Die Indie-Rocker aus Reykjavík haben mit "Little Talks" für eine kleine Pop-Sensation im Jahr 2012 gesorgt. Doch wer sind "Of Monsters and Men" eigentlich?
 

Lidia Antonini und "Of Monsters and Men" (Bild: Lidia Antonini)
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Lidia Antonini und "Of Monsters and Men"
"Of Monsters and Men" ist eine frische junge Truppe aus Island mit angesagtem Folksound. 2010 hat die Gruppe bei einem Wettbewerb, genannt Músiktilranuir, gewonnen. Nachdem 2012 ihr Album "My head is an animal" auch in Amerika veröffentlicht wurde, erreichte es dort im April 2012 Platz 6 der Charts, anschließend gingen OMaM dort auf Tour. Gleichzeitig erreichte die Single "Little talks" Platz 5 in den deutschen Single-Charts und das dazugehörige Album kam etwas später bis Platz 4 der deutschen Album-Charts. Der amerikanische "Rolling Stone" bezeichnete sie als eine der faszinierendsten Entdeckungen des Jahres.


Wie singt man eigentlich richtig?

OMaM sind fünf junge Männer und eine Frau. Die Band hat den Luxus zwei Leadsänger zu haben: Nanna und Ragnar. Zum Interview kamen Àrni, Brynjar und Ragnar.
Am Abend zuvor hatten sie ein Konzert in Amsterdam gegeben und waren schlicht und einfach fertig! Tiefe Augenringe, müde und hungrig. Ragnar konnte kaum reden, da er nie richtig gelernt hat zu singen: "Ich weiß gar nicht, wie man eigentlich singt". Seine Stimmbänder brauchten dringend Ruhe. Beim Namen "Of Monsters and Men" und Island denkt man sofort an Märchen, mystische Geschichten, Drachen, Prinzessinnen und Kobolde. Ragnar sagt, dass sie diesen Namen gewählt haben, weil es in manchen Songs um Abenteuer, Geschichten und Fiktion geht. Ihre Inspirationen holen sie aus oft zufälligen Geschichten, die sie irgendwo aufschnappen. Über ihre Texte sagt Ragnar: "Sie sind sehr aufbauend und fröhlich. Aber unsere Musik soll Spaß machen, man soll mitsingen können und sich an ihr erfreuen."


Der unbekannte Mann auf dem Foto

Früher hatten sie neben der Musik noch einige Gelegenheitsjobs - um Geld zu verdienen: einer von ihnen hat auf dem Friedhof gearbeitet, Ragnar war auch mal Maler und arbeitete in der Fleischfabrik. Àrni war bei der Sicherheit am Flughafen und musste oft sagen: "...bitte den Gürtel abschnallen, alle Hosentaschen leeren..."
Mit "Little talks" haben sie ihren Sound für sich entdeckt, zu dem auch Trompeten gehören. Dieser Song hat ihre ganze Karriere beeinflusst. Er handelt von Einsamkeit und dem dazugehörigen Wahnsinn. Und dann kam das eine zum anderen: Brynjars Großvater war Schiffskapitän, in seinem Nachlass fanden sich viele Fotos aus allen Teilen dieser Welt. So auch ein sehr altes Foto von einem unbekannten Freund an einem Strand. Niemand weiß wer der Mann ist und wo das Foto gemacht wurde, aber es befindet sich auf dem Albumcover und "weil alles so mystisch ist, passt es zu unserer Musik".
Àrni siehr ein bißchen aus wie der junge Daryl Hall. Er mag alte Musik von Dusty Springfield ("You don't have to say you love me" - er glaubt ihr jedes Wort, dass sie singt - "....eine grandiose Vorstellung") und den Coasters ("Yakety Yak"). Brynjar steht auf Kraftwerk und deutsche Filme, Ragnar mag Blur.

Nanna, Rganra, Brynjar, Arnar, Àrni und Kristján sind alle gute Freunde, sie hatten Spaß beim musizieren, den Erfolg haben sie überhaupt nicht im Blick gehabt und wenn dieser nicht gekommen wäre, hätten sie weiter Musik gemacht. Einfach aus Spaß.
 
Redaktion: svsc
Letzte Aktualisierung: 25.06.2012, 15:17 Uhr


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