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Blühender Fingerhut (Bild:  colourbox.com)
Schöne, farbenprächtige Blüten

Heilsame Giftpflanze

Der Fingerhut

Derzeit wächst er in den Wäldern und Gärten heran und erfreut mit seinen schönen rosa, roten oder weißen Blüten: der Fingerhut. Er ist sehr dekorativ, aber seine Blüten sind doch mit Vorsicht zu genießen.
 

Fingerhut ist giftig

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7.06.2012, 9:45 Uhr
Der Fingerhut ist hochgiftig; vor allem der Rotblühende. Aufsehen erregte vor einigen Jahren ein spektakulärer Fall: Ein junger Mann hatte Fingerhutblätter gegessen und vergiftete sich daran. Er hatte sie mit dem Heilkraut Beinwell verwechselt, konnte aber im Krankenhaus gerettet werden. Aber was giftig ist, kann auch oft Leben retten. Die moderne Medizin macht sich die Inhaltsstoffe des roten Fingerhutes zu nutze. Richtig dosiert und angewendet, stärken sie das Herz.
 
Einfach für alle. Der neue Rundfunkbeitrag.
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Woher kennt man die heilende Wirkung des roten Fingerhuts?

Ein englischer Arzt hörte vor rund 240 Jahren von einer Kräuterfrau. Sie heilte herzkranke Patienten mit einer speziellen Kräutermischung. Der Arzt ließ die Kräuterfrau beobachten und fand heraus: Sie hatte roten Fingerhut in ihrer Kräutermischung. Der Arzt konnte später nachweisen, dass die Inhaltsstoffe des Fingerhuts die Herztätigkeit stärken und die Herzfrequenz senken können.
 

Der Fingerhut ist in unseren Gärten eine beliebte Zierpflanze

Wunderschön anzusehen sind die kräftig rosa, dunkelroten oder schneeweißen Blütendolden. Sie setzen sich aus lauter kleinen einzelnen Fingerhüten zusammen, ein wunderschöner Gartenschmuck. In englischen Landhausgärten sieht man immer wieder bezaubernde Fingerhutgruppen. Einfach ein tolles Bild.
 

Um den Fingerhut ranken sich manche Sagen

Vor allem in englischen und irischen Sagen spielt der Fingerhut eine Rolle. In den Wäldern, so hieß es früher, lebten böse Feen: Die schenkten die Fingerhutblüten dem Fuchs. Der schlaue Fuchs zog die Blüten über seine Pfoten und konnte so lautlos in den Hühnerstall eindringen.
 

Was muss man beachten, wenn man ihn in den Garten holt?

Im Garten ist der Fingerhut unkompliziert, kommt mit Sonne und Halbschatten klar. Er ist zweijährig; das bedeutet, im ersten Jahr bildet er die Blattrosette und im zweiten Jahr die Blüte. Wenn er sich wohlfühlt, breitet er sich von selbst aus und taucht dann ganz unerwartet im Gemüsebeet oder neben den Rosen auf. Die Natur ist ja oft der beste Gartengestalter. So entstehen zauberhafte Gartenbilder: Fingerhüte mit Rosen und Rittersporn kombiniert, nostalgischer und romantischer geht es nicht.

Informationen von Isabella von der Recke
 
Redaktion: sati
Letzte Aktualisierung: 5.06.2012, 12:56 Uhr
 
 

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