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Peperoni (Bild:  colourbox.com)
Scharfes aus eigenem Anbau

Die Schärfe beeinflussen

Paprika und Peperoni selbst anbauen

Chili ist "in". Und man kann die Schoten auch in hessischen Gärten oder in der Wohnung gut selbst anbauen; genauso wie Paprika. Hessische Experten gegen Tipps, wie man die nötige Schärfe aus den Pflanzen rausholt.
 

Scharfe Peperoni

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10.06.2012, 9:45 Uhr
Gelb ist sie. Ganz untypisch für eine Peperoni. Auf dem Preisschild steht "neue Sorte". Wenn man sie sich mit nach Hause nimmt, kann es einem so gehen, wie diesem Nordhessen. Jürgen H. arbeitet in einer Gärtnerei und baut selbst Peperoni an: "Es heißt doch immer, dass die gelben Peperoni nicht so scharf sind. Letztes Jahr habe ich eine neue Sorte gehabt, die war gelb. Da bin ich durchs Gewächshaus gegangen, habe einmal abgebissen und das hat sich nicht bewahrheitet. Das war doch ein tolles Erlebnis. Ich musste dann erst mal prustend in die Tomaten rennen, um das abzulöschen."
 

Gießmenge ist entscheidend

So scharf, dass man schwitzt: Peperoni und Chili sind in. Immer mehr neue Sorten kommen auf den Markt, eine schärfer als die andere. Man kann sie auch leicht auf dem Balkon ziehen. Zum Beispiel De Cayenne-Chili; der hat den Schärfegrad zehn. Das ist richtig viel. Aber auch milderen Sorten kann man etwas Schwung geben, weiß Svenja D.: "Wenn man, wenn die Früchte hängen, wenig gießt, umso schärfer werden sie, weil sie dann so einen kleinen Trockenstress kriegen. Da kann man dann so ein bisschen pushen. Oder viel gießen, wenn man es nicht ganz so scharf haben will."
 

Frisch verarbeiten

Scharfe Schoten frisch verarbeiten ist noch eine Grundregel für alle, die Feuer speien möchten. Da hat Gärtner Jürgen H. noch einen Tipp: "Wir machen so ein Pesto aus den ganz scharfen Peperoni. Da verarbeiten wir die Kerne mit. Das ist dann aber nur für unsere Spezialisten, die das so wollen, dass die Ohren glühen und der Schweiß fließt, bis sie keuchen. Die kriegen das dann zu essen. Und das wird auch ein bisschen hoch gestellt, damit die Kinder nicht dran kommen. Das geht nur mit Warnhinweis raus!"
 

Warm, sonnig, trocken

Scharfe und milde Peperoni und auch Paprika sind leicht zu ziehen, wenn man sie in Zehn-Liter-Kübeln wachsen lässt. Die brauchen sie schon, damit sie genügend Wurzeln bilden können. Auch sollte man sie vor Wind und Regen schützen. Denn sie lieben es warm, sonnig und trocken. Sonnen-Balkone oder Mini-Gewächshäuser sind da ideal.
 

Die Königsblüte muss raus

Dann kommen nach ein paar Wochen die ersten Blüten: "Die erste Blüte kommt und dann sieht man schon die erste kleine Frucht. Und dann freut man sich und denkt: "Ah, dann kriege ich bald die erste Frucht!" Aber die nimmt alle Kraft raus und hinterher kommt nichts mehr. Diese erste Blüte heißt Königsblüte. Die muss man erst mal killen. Die muss raus!" Königsmord bei der Paprika ist also etwas sehr Gutes. So haben die nachfolgenden Früchte genügend Nährstoffe zum Wachsen. Und nach der Ernte heißt es dann: Scharf, schärfer, am schärfsten!

Informationen von Jens Wellhöner
 
Redaktion: sati
Letzte Aktualisierung: 5.06.2012, 10:41 Uhr
 
 

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