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Frau alleine vor Bergpanorama (Bild:  colourbox.com)
Wer im Alltag viel unter Menschen ist, sollte Trubel meiden.

Bei sich selbst sein

Faulenzen tut Körper und Seele gut

In den Ferien möchten viele Menschen vor allem eines: Faul sein. Doch wer gar nichts tut, macht auch nichts für seine körperliche und seelische Gesundheit. Viel besser als einfach nur abschalten und durchhängen ist deshalb, sich Kontraste zum Alltag zu suchen.
 

Für sich selbst sein

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13.07.2012, 7:15 Uhr
Audio: Richtig entspannen im Urlaub 2:49 Min
(© hr4, 16.07.2012)
"Die schönste Erholung ist für mich, wenn ich jetzt am Strand wäre, ein bisschen schwimmen, ausruhen. Für mich die schönste Erholung ist eigentlich, wenn ich einfach auf der Couch sitze und nichts mache. Alles abschalten, auch die Arbeit abschalten, für sich selbst sein, sich erholen." Ob im Urlaub oder nach einem langen Arbeitstag: Für viele ist Faulenzen der Inbegriff von Erholung. Auch Psychologin Anette Hotze bricht eine Lanze dafür, sich Auszeiten zu nehmen und ohne schlechtes Gewissen einfach mal faul zu sein: "Faulenzen ist ungeheuer wichtig, einfach damit wir aus der Anspannung, die wir täglich erleben, immer mal wieder auch in die Entspannung kommen. Und diese Entspannung ist wichtig, damit wir dann auch wieder nötigenfalls anspannen können, wenn es Situationen gibt, wo wir unsere Aufmerksamkeit wieder darauf richten müssen.“
 

Balance finden

Die richtige Balance zu finden, fällt aber vielen Menschen heute schwer, denn wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der das Nichtstun sehr oft negativ bewertet wird, erklärt Psychologin und Therapeutin Hotze: "Ich bin jedenfalls so großgeworden; das Nichtstun war absolut verpönt. Und deshalb haben wir alle so Treiber in uns, die sagen, das muss mehr sein, schnell sein, besser sein, in Bewegung sein, das ist gut, und in Ruhe sein, nichts tun ist schlecht."
 

Ständige Anspannung schadet der Gesundheit

Wer seine Batterien immer nur verbraucht und nie auflädt, schadet auf Dauer seiner Gesundheit. Das kann zu Schlafstörungen führen, Konzentrationsmangel, Anfälligkeit für Infekte. Die Therapeutin Annette Hotze empfiehlt Menschen, die einen stressigen Alltag im Büro haben und viel am Bildschirm sitzen, im Urlaub ganz bewusst ihre Sinne zu schulen, beim Wandern in der Natur den Wind zu fühlen, die Sonne zu spüren, das Summen der Bienen zu hören und den Duft der Lindenblüte wahrzunehmen. "Also unsere alten Sinne; Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, wieder auf eine ganz natürliche Weise zu wecken, nicht durch 'Bespaßt'-Werden, sondern schlicht, sie selber wieder zu nutzen, ist glaube ich eine sehr, sehr gute Möglichkeit, um auch den Kopf wieder auszuschalten und auch von Gedanken wieder runterzukommen."
 

Sich Kontraste zum Alltag suchen

Körper und Geist erholen sich besonders gut, wenn man bewusst Kontraste zum Alltag sucht. Wer viel unter Menschen ist, dem tut ein ruhiger Spaziergang mit dem Hund gut, wo man nicht zu reden braucht. Wer beruflich stark eingespannt ist, erholt sich am besten, wenn er am Strand den Wellen zuschaut. Wer hingegen einen eher ruhigen Alltag hat, dem tut es vielleicht gut, im Sportverein unter Menschen zu gehen oder bei einer Bildungsreise oder Städtetour neue Anregungen zu finden.

Informationen von Birgitta Söling
 
Redaktion: sati / stho
Letzte Aktualisierung: 16.07.2012, 9:31 Uhr
 
 

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