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hr-Sinfonieorchester (Bild: hr / Tim Wegner)

Orchester-Porträt

Fit für das 21. Jahrhundert

80 Jahre nach seiner Gründung als drittes deutsches Rundfunkorchester zeigt sich das hr-Sinfonieorchester heute in Höchstform und gehört in die Reihe der besten europäischen Orchester.
 

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Als bewegliches, aufgeschlossenes und hochqualifiziertes Ensemble überzeugt es in seiner künstlerischen Arbeit in allen musikalischen Stilen und Epochen: vom Barock bis zur zeitgenössischen Avantgarde. Im Ausland unter dem Namen »Frankfurt Radio Symphony Orchestra« bekannt, feiert das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks mit seinem Chefdirigenten Paavo Järvi dabei weltweit eindrucksvolle Erfolge und ist ein geschätzter Gast auch auf renommierten internationalen Bühnen wie bei den berühmten »Proms« in London oder im Amsterdamer Concertgebouw, in Wien, Salzburg, Paris, Budapest oder Prag. Tourneen führen das Orchester außerdem regelmäßig auch nach Japan und China – zuletzt im Olympia-Jahr 2008, als die Musikerinnen und Musiker aus Frankfurt als offizielle Kulturbotschafter Deutschlands
mit großem Erfolg in Peking gastierten.

Mit den eigenen Konzertangeboten ist man in Frankfurt heute breiter aufgestellt als je zuvor: In so genannten »Music Discovery«-Projekten arbeitet das hr-Sinfonieorchester regelmäßig für ein junges Publikum mit DJs und Remixern zusammen, in der neu initiierten »Klangbiennale« fühlt es kompositorischen Entwicklungen der Gegenwart auf den Puls, für die stilgenaue Interpretation von Barockmusik werden Spezialisten wie Ton Koopman oder Emmanuelle Haïm eingeladen und hessische Kinder und Jugendliche profitieren von einer ganzen Palette eigens für sie konzipierter Angebote. Regelmäßig sind zudem international profilierte »Artists in Residence« beim hr-Sinfonieorchester zu Gast, zuletzt Christine Schäfer und Christian Tetzlaff, in der Saison 2009/10 Matthias Goerne. Stars wie Anne-Sophie Mutter, die im Juli 2010 gleich zwei Mal unter Paavo Järvis Leitung beim Rheingau Musik Festival auftreten wird, entscheiden sich heute gerne für eine Zusammenarbeit mit dem Orchester.

Aufnahmen des hr-Sinfonieorchesters erscheinen bei großen CD-Labels wie EMI/Virgin oder Sony/RCA Red Seal und erhalten beste Kritiken und Preise – jüngst gerade eine CD mit Cellokonzerten von Antonín Dvořák und Victor Herbert mit Gautier Capuçon, die den »Echo Klassik« 2009 gewann. Das hauseigene CD-Label des Hessischen Rundfunks »hr-music« (ehemals: hr-musik.de) eröffnet dem hr-Sinfonieorchester darüber hinaus die künstlerische Unabhängigkeit, interessantes Repertoire auch jenseits des klassischen Mainstreams aufzunehmen und zu veröffentlichen. Die Konzerte und Produktionen des Orchesters sind außerdem fester Bestandteil von hr2-kultur, dem Kulturprogramm des Hessischen Rundfunks, das die meisten Konzerte live im Radio überträgt und feste Sendeplätze für alle übrigen bereithält. Im Rahmen der ARD und der European Broadcasting Union (EBU) werden viele Konzerte des hr-Sinfonieorchesters darüber hinaus von anderen ARD-Sendern übernommen und von zahlreichen weiteren Radiostationen innerhalb und außerhalb Europas live bzw. zeitversetzt gesendet: von Portugal bis zur Ukraine, von Norwegen bis Italien, von Amerika bis Japan und Australien.

Möchte man das Ganze künstlerisch verbessern, setzt man am besten bei jedem Einzelnen an – dies ist das auf den ersten Blick einfache und doch ambitionierte Arbeitskonzept von Chefdirigent Paavo Järvi, einem der weltweit angesehensten Dirigenten seiner Generation. Der zweitälteste Repräsentant der berühmten estnischen Dirigenten-Familie, der seinen Vertrag beim hr-Sinfonieorchester gerade bis 2013 verlängert hat, arbeitet in Frankfurt mit ungewöhnlicher Akribie am musikalischen Ausdruck jedes Orchestermitglieds: Er hört und formt, ermutigt und fordert. Denn Järvi ist sich bewusst, dass die Gesamtheit der individuellen Leistungen die spezifische Farbe eines Orchesters prägt und dessen künstlerische Qualität letztlich erst definiert. Nicht »das Orchester« setzt seine detaillierten Klangvorstellungen um, sondern jede einzelne Musikerin und jeder einzelne Musiker. Diese waren es durchaus auch schon gewohnt, nicht nur als bloßes Kollektiv wahrgenommen zu werden. Bereits Hugh Wolff, der das Orchester 1997 als ambitionierten, seit der Ära von Eliahu Inbal (1974–1990) in der Bruckner-Mahler-Sinfonik bestens etablierten Klangkörper übernommen hatte, war ein Dirigent der offenen Hand gewesen. Und einer, der den Radio-Sinfonikern die gesamte Breite der Orchesterliteratur aus 400 Jahren Musikgeschichte wieder erschloss, indem er sie neben dem großsinfonischen Repertoire auch Monteverdi, Händel und Haydn spielen ließ – ein längst an die Originalklang-Ensembles verloren geglaubtes Terrain gewann das hr-Sinfonieorchester auf diese Weise zurück.

Der Prozess der künstlerischen Neuausrichtung hin zu einem äußerst flexiblen, demokratisch offenen, in der Musizierhaltung verjüngten Kollektiv ist nach dreijähriger erfolgreicher Arbeit mit Paavo Järvi inzwischen abgeschlossen. Die Gehörgänge aller Beteiligten sind geweitet, das Stilgefühl neu sensibilisiert. Wer »das bestgehütete Geheimnis der deutschen Orchester- landschaft« (so Järvi vor seinem Amtsantritt im Jahre 2006) sucht, wird es in Frankfurt also heute nicht mehr finden. Dafür ein Ensemble, das sich fit gemacht hat für die vielfältigen Herausforderungen, die auf ein großes., hochqualifiziertes und dynamisches Sinfonieorchester im 21. Jahrhundert warten.



 
Redaktion: anma
Letzte Aktualisierung: 16.05.2012, 14:33 Uhr
 
 

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