In farbenfrohen Kostümen und Trachten, tanzend und bei lauter Musik - so zogen die rund 1.600 Teilnehmer aus mehr als 100 Kulturkreisen am Samstagnachmittag mit ihrer Parade der Kulturen durch die Frankfurter Innenstadt. Bei der 8. Auflage der Veranstaltung zeigten sie nach Angaben der Organisatoren auf diese Weise rund 70.000 Zuschauern, die am Straßenrand standen, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft friedlich und fröhlich zusammenleben können.
Unter den rund 50 angemeldeten Gruppen waren Tänzer aus der Südsee oder Venezuela ebenso, wie Musikgruppen aus China und Afrika. Am Ende des Zuges wurden auf dem Römerberg die phantasievollsten Kostüme prämiert. Unpolitisch war das Spektakel nie - doch in diesem Jahr hatte es ein besonderes, ernstes Anliegen. Die Parade richtete sich ausdrücklich gegen den Terror der rechtsradikalen Gruppe NSU, die neun Menschen ausländischer Herkunft ermordet hatte und dabei jahrelang unentdeckt bleiben konnte.
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