Intendant Holk Freytag will vermitteln, "dass starke Inhalte und gute Unterhaltung kein Widerspruch sind". So stand zum Auftakt der Festspiele "König Lear" von Shakespare auf dem Programm. Dort feierte Volker Lechtenbrink vor rund 1.500 begeisterten Zuschauern seine Rückkehr auf die Bühne - 15 Jahre nach seinem Abgang im Streit als Intendant des Festivals.
1966 stand Lechtenbrink zum ersten Mal in der Stiftsruine auf der Bühne, 1981 führte er dort zum ersten Mal Regie geführt, und von 1995 bis 1997 war er Intendant. "Bad Hersfeld ist meine zweite künstlerische Heimat - nach Hamburg. Nach Bad Hersfeld zu kommen, war in meiner Zeit hier wie nach Hause zu kommen - und so wird es jetzt wieder", freute sich Volker Lechtenbrink im Vorfeld.
Viel Applaus für "König" Lechtenbrink
Bei der Premiere, die mehr als zwei Stunden dauerte, zeigte er dann auch eine meisterhafte Energieleistung mit enormer Bühnenpräsenz. Intendant Freytag führte zwar Regie, gespielt wurde aber Lechtenbrinks Fassung des Stücks. Entsprechend konnte der Schauspieler seine Vorstellungen gut umsetzen.
Für den "König" gab es Standing Ovations. "Das ist beglückend", freute sich Lechtenbrink. "Ich wollte 'König Lear' gut spielen, dass die Leute es spannend, berührend und auch komisch finden", sagte er. Der Schauspieler bekannte hernach, es sei mit "die schwerste Rolle, die ich bisher gespielt habe".
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