Nach acht Jahren verlässt Generalmusikdirektor Marc Piollet das Staatstheater Wiesbaden. Bei Kritik und Publikum äußerst beliebt, verabschiedet er sich mit einem Sinfoniekonzert.
Zuvor schon hat Piollet sich bei seinem Publikum mit der Neu-Inszenierung von Wagners "Lohengrin" bei den diesjährigen Maifestspielen verabschiedet. Piollet ist als Wagner-Experte bekannt hat in in Wiesbaden den gesamten Ring mit großem Erfolg dirigiert.
Marc Piollet, 1962 in Paris geboren, studierte Dirigieren und Chorleitung an der Hochschule der Künste in Berlin und absolvierte Meisterkurse bei John Eliot Gardiner, Michael Gielen und Kurt Masur. 1995 war er alleiniger Preisträger beim Dirigentenforum des Deutschen Musikrates. Zu Beginn der Spielzeit 2004/05 kam der Franzose ans Staatstheater Wiesbaden. Zuvor hatte er Engagements als jeweils 1. Kapellmeister am Philharmonischen Orchester Halle und am Staatstheater Kassel sowie als Musikdirektor der Volksoper Wien.
Große Erfolge feierte er in Wiesbaden unter anderem mit Richard Wagners komplettem "Ring des Nibelungen" und Neuinszenierungen von "Don Carlos", "Idomeneo", "Faust", "Tosca", "Freischütz" und "Salome" von Richard Strauss.
Projekte für junge Menschen
Piollet stand in seiner Wiesbadener Zeit nicht nur auf dem Dirigentenpult. Er unternahm zahlreiche Aktivitäten, um junge Menschen für Musik zu begeistern. Unter anderem hatte er 2006 die musikalische Leitung bei den Projekt "move@school" inne, das Schülern aller Schulformen als Schauspieler, Tänzer und Komponisten auf die Bühne brachte,
Zudem dirigierte Marc Piollet renommierte Orchester wie die Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Bamberger Symphoniker und die Dresdner Philharmonie. Im Februar 2011 debütierte er beim Orchestre Symphonique de Montréal. Nach Operngastspielen in Wien (Staatsoper), Paris (Opéra Bastille), Barcelona (Gran Teatre del Liceu), Kopenhagen, Stuttgart, Hamburg und Berlin (Deutsche Oper) war er in dieser Saison mit zwei Produktionen erstmals am Teatro Real in Madrid zu Gast.