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6.07.2012

Musical in Fulda

"Die Päpstin" kehrt zurück

Szene aus "Die Päpstin" (Bild:  hr)
Szene aus "Die Päpstin"
Im Fuldaer Schlosstheater wird es wieder frühmittelalterlich: Das erfolgreiche Musical "Die Päpstin" wird erneut aufgeführt, nachdem es im letzten Jahr über 73.000 Besucher fasziniert hat.
 

Information

Die Päpstin

Schlosstheater Fulda
12. August 2012
Das Musical basiert auf dem Roman-Bestseller von Donna W. Cross. Es handelt von Johanna, einem zunächst "ganz normalen" Mädchen, geboren im Jahr 814 in Dorstadt als Tochter eines Dorfpfarrers und einer sächsischen Heidin. Sie ist die einzige Dorfbewohnerin, die einen wilden und grausamen Normannenüberfall überlebt.
 

Szenen aus "Die Päpstin" 

Mutter und Kind
Vater zieht Kind hinter sich her
Junge und Mädchen halten sich an der Hand
 
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (20 Bilder)
 
Johanna trifft eine folgenschwere Entscheidung: Sie zieht sich Männerkleidung an, schneidet ihr Haar ab und wird zu Johannes Anglicus, der als Mönch ins Kloster Fulda eintritt. Ein jahrzehntelanges Versteckspiel beginnt. Johanna schafft es von Fulda bis nach Rom und besteigt - als Frau unentdeckt - den Papststuhl. Fulda ist einer der Schauplätze der Geschichte.
 

Erfolgsgeschichte

Welturaufführung hatte das Stück im letzten Jahr im Fuldaer Schlosstheater. Der Ansturm auf die Karten überstieg alle Erwartungen der Produktionsfirma spotlight: Zu den 111 Vorstellungen waren rund 73.000 Besucher gekommen.

Bei der Wiederaufnahme sind die Hauptrollen gleich besetzt: Sabrina Weckerlin spielt Johanna. Für sie ist Johanna "eine Rebellin ihrer Zeit". Johannas Widersacher Anastasius wird erneut von Christian Schöne verkörpert und Mathias Edenborn schlüpft wieder in die Rolle des Gerold. Regie führt bei der knapp dreistündigen Inszenierung Stanislav Mosa, die Komposition von Musik und Texten stammen von Dennis Martin.
 

Leise Kritik

Das Stück stieß bei der Uraufführung im katholischen Fulda nicht überall auf Gegenliebe. Bischof Heinz Josef Algermissen betonte damals, das Buch sei reine Fiktion. "Wenn man der Verfasserin gut will, wird man ihr eine entwickelte Fantasie zugestehen. Die Geschichtswissenschaft hat längst bewiesen, dass es sich um keine historische Persönlichkeit handelt", sagte er.
 
Redaktion: nrc
Bild: © hr
Letzte Aktualisierung: 23.07.2012, 15:50 Uhr
 
 

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