Die drei, um die alles geht: Taylor Lautner, Kristin Stewart und Robert Pattinson
21.11.2012
Kinostart in Hessen
"Bis(s) zum Ende der Nacht" gelitten
In den amerikanischen Kinos hat der letzte Teil der "Twilight Saga" schon 110 Millionen Dollar in die Kinokassen gespült, das ist Rekord. Ist es aber auch ein Qualitätsmerkmal für "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht 2"? Eine Empfehlung jedenfalls für Nicht-Vampir-Fans wird schwer.
Bella (Kristin Stewart) und Edward (Robert Pattinson) bekommen eine Tochter. Bella stirbt fast bei der Geburt. Um sie zu retten, beißt Edward sie jetzt, nachdem er sich zuvor immer dagegen gewehrt hat, doch zum Vampir.
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Das Mädchen Renesmee (Mackenzie Foy) ist anders. Halb Vampir, halb Mensch. Ein Verbrechen, sagen die Volturi, die böse Seite des Vampir-Clans. Sie wollen sie töten. Die guten Vampire aus aller Welt reisen an, um das zu verhindern. Von denen gibt es mehr, als man denkt, und demnach auch viel unbekanntes Personal. Am Ende rollen Köpfe für den Seelen- beziehungsweise den Weltfrieden im Vampirland, Blut spritzt natürlich keins.
Trailer zur Verfügung gestellt von Filmtrailer.com
Information
Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht (Teil 2)
(USA, 2012)
Regie: Bill Condon
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Mackenzie Foy
Länge: 116
FSK: ab 12 Jahre
Kinostart: 22. November 2012
Regisseur Bill Condor erzählt uns mit "Bis(s) zum Ende der Nacht" ein Märchen. Und hat keine Angst vor der literarischen Kitsch-Vorlage. "Breaking Dawn" ist ein episches Finale für die Ewigkeit und die ist erst der Anfang; der Beweis - 115 Minuten Kino können sehr lang sein. Hölzerne Dialoge und schwülstige Schwüre konkurrieren mit maskenhaften Leidensgesichtern, mittelmäßig begabten Darstellern und schlechter Animation.
Sex ist brav und betulich, die Action war selbst bei "Harry Potter" besser und die Story - na ja, die hätten uns alles erzählen können, was zu den Stichwörtern Vampire, Werwölfe und Liebe passt, den letzten Biss hat diese Geschichte nie gehabt. Bella, die das Vampirsein erst lernen muss, läuft allerdings zur Hochform auf und emanzipiert sich vom schüchternen Mädchen zur Powerfrau.
Ihre ersten Flugversuche zum Beispiel sind sogar komisch. Dagegen ist Vampir Edward mehr als blutleer. Ewige Liebe - unter Vampiren wörtlich zu nehmen: Die Twilight Macher haben offenbar vorgesorgt. Auch Autorin Stephenie Meyer, kann man hören, kann sich ein noch ewigeres Leinwandleben ihrer Stars vorstellen.
Ich habe, ehrlich gesagt, weder den Hype um die Saga und um Robert Pattinson und Kristin Stewart noch die Begeisterung um den letzten Film verstanden, denn der ist noch nicht mal gut gemacht. Aber eines kristallisiert sich am Ende der Nacht und am Ende des Films: Man müsste Vampir sein. Die müssen nicht kochen, arbeiten oder sterben und bleiben immer jung. Genau wie die Fans, die natürlich noch einmal begeistert sein werden. Aber auch nur die.