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14.12.2013

Geboren im Jahr 0

Ein etwas anderes Krippenspiel

Schlussszene aus dem Stück "JESUS D`AMOUR, GEB.0" (Bild: Seweryn Zelazny)
Schlussszene aus dem Stück "JESUS D`AMOUR, GEB.0"
Maria, Josef, Bethlehem, ein Stall, eine Krippe, ein Kind - das ist die klassische Weihnachtsgeschichte. Aus diesem Stoff hat das "Theater Willy Praml" ein eigenes Krippenspiel entwickelt. In der Naxoshalle wird das Stück "Jesus d`amour, Geb.0" nun schon im neunten Jahr aufgeführt.
 
Die Geschichte beginnt mit zwei Frauen: die eine ist unfruchtbar, die andere Jungfrau. Beide werden schwanger. In ihrer Verwirrung und in der Verwirrung ihrer Männer muss ihnen ein Engel beistehen. Die Botschaft: Mit Unglaublichem fängt ein Glaube an.

Zwei Jungen werden geboren: Johannes und Jesus. Johannes – der Wegbereiter, Jesus – der Durchbrecher. Da kommt der Staatsapparat ins Wackeln: König Herodes fürchtet um seinen Thron, als er von einem neugeborenen König hört. Herodes macht kurzen Prozess: Alle männlichen Neugeborenen werden umgebracht, in den Armen ihrer Mütter. Jesus und Johannes überleben.

Die beiden Männer, Jesus und Johannes, leiten eine neue Zeitrechnung ein. Liebe, die neu ist unter den Menschen, kommt in die Welt - Kreuz und Blut sind ihre Symbole. Die neue Zeit beginnt jedoch grausam: Johannes endet als Lustopfer, ein Dankgeschenk von König Herodes für einen Tanz der Prinzessin Salome. Sein Kopf wird ihr in einer Silberschale kredenzt.
 

Die Weihnachtsgeschichte neu erzählt

Information

"Jesus d`amour, Geb.0"

THEATER WILLY PRAML
in der Naxoshalle
Wittelsbacherallee 29
60316 Frankfurt

Wiederaufnahme:
Sa, 14.12.2013 um 20.00 Uhr

Weitere Termine:
Sonntag 15.12.2013, 18:00 Uhr,
Donnerstag 19.12.2013, 20:00 Uhr,
Freitag 20.12.2013, 20:00 Uhr,
Samstag 21.12.2013, 20:00 Uhr,
Sonntag 22.12.2013, 17:00 Uhr sowie
Sonntag 22.12.2013 20:00 Uhr.

Weitere Informationen:
www.theater-willypraml.de
Aus den vier Evangelien hat das "Theater Willy Praml" sein eigenes Krippenspiel entwickelt – von den schwangeren Müttern bis zur Enthauptung des Täufers Johannes. "Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden – Selig die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben", verheißt Jesus in der ersten großen Massenveranstaltung der neuen Zeit, der "Bergpredigt". Eine unerhörte Geschichte, neu erzählt für Menschen von heute.

"Mit Bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der Regisseur ein Krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache Weihnachtsseligkeit demoliert", schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung einst über das "Jesus d`amour, Geb.0". Und die Welt Kompakt urteilte: "Ohne Blasphemie hinterlässt Praml selbst bei weniger Gläubigen ein Gefühl für die wunderbarste und zugleich destruktivste Kraft des Lebens: die Liebe."
 

Ein Stück nicht nur für Erwachsene

In der ganz besonderen Atmosphäre der Frankfurter Naxoshalle erleben die Besucher des "Theater Willy Praml" diese etwas andere Weihnachtsgeschichte. Und auch, wenn das Stück bisweilen nicht leicht zu verdauen ist, richtet es sich an Erwachsene und Kinder. Vor den Sonntagsvorstellungen und am 23. Dezember gibt Theaterchef Praml selbst den jüngeren Besuchern eine Einfühung; etwa 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn erklärt er, worum es in "Jesus d`amour, Geb.0" geht und worauf sie achten müssen. Praml selbst führt die Regie und steht mit dem zwölfköpfigen Ensemble auf der Bühne.

Im Zuschauerraum liegen Decken aus und vor und nach dem Stück schenken Ensemble und Mitarbeiter des Theaters heiße Getränke zum Aufwärmen aus - durchaus nützlich, da es in der goßen Naxoshalle im Winter nie richtig warm wird.

 
Redaktion: than
Bild: © Seweryn Zelazny
Letzte Aktualisierung: 13.12.2013, 11:17 Uhr
 
 

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