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30.01.2013

Kinostart für "The Impossible"

Eine Familie in der Katastrophe

Maria (Naomi Watts) und Lucas (Tom Holland) kurz nach der Katastrophe (Bild: 2013 Concorde Filmverleih GmbH)
Maria (Naomi Watts) und Lucas (Tom Holland) kurz nach der Katastrophe
Weihnachten 2004: Ein Jahrhundert-Tsunami reißt in Südostasien eine Viertelmillion Menschen in den Tod. Der Film "The Impossible" greift die Katastrophe jetzt noch einmal auf. Er ist einseitig erzählt, doch beeindruckend in Szene gesetzt.
 
Khao Lak in Thailand: Maria, Henry und ihre drei Söhne freuen sich wie viele andere Hotelgäste auf einen Tag im Paradies. Dann zittert die Erde und eine riesige Welle überflutet die Anlage und weite Teile des Hinterlands. Die Familie wird getrennt.
 

Szenen aus "The Impossible" 

 
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (17 Bilder)
 
Die nächsten Bilder zeigen die Wucht der Katastrophe. Schlamm und Zerstörung, Menschen, die um ihr Leben kämpfen und Angehörige suchen. Maria ist schwer verletzt, wenigstens hat sie den ältesten Sohn Lucas wiedergefunden. Die Ärzte und Helfer im Krankenhaus sind überfordert. Doch wer es im Chaos bis dahin geschafft hat, hat eine kleine Überlebenschance.


Trailer zur Verfügung gestellt von Filmtrailer.com
 
Der spanische Regisseur Juan Antonio Bayona konzentriert sich fast ausschließlich auf die fünf Familienmitglieder. Andere Opfer, vor allem Thai, für die die Folgen des Tsunami noch viel verheerender sind, werden weitgehend ausgeblendet. Das kann man dem Regisseur genauso vorwerfen wie den Titel "The Impossible" – es ist klar, dass die fünf sich lebend wiederfinden, also nicht "unmöglich".
 

Information

The Impossible

Regie: Juan Antonio Bayona
Mit: Naomi Watts, Ewan McGregor, Tom Holland, Samuel Joslin, Oaklee Pendergast, Sönke Möhring, Geraldine Chaplin u.a.

Länge: 114 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 31. Januar 2013
Doch Bayona nutzt die Verengung der Perspektive für einen gnadenlos direkten Blick auf die Gewalt der Natur, die Fassungslosigkeit der Betroffenen, auf Chaos und übermenschlichen Überlebenswillen.

"The Impossible" ist zwar nicht besonders gut erzählt und die eindringlich gemeinte Musik ist oft nur aufdringlich, der Film ist aber authentisch inszeniert und gespielt. Wunderschön ist ein Kurzauftritt von Geraldine Chaplin, die als alte Dame den zweiten Sohn Thomas tröstet.

Das Hochglanzparadies wird zur Hölle, doch heute fährt man wieder hin. Dieser Spielfilm ist auch eine gelungene Dokumentation einer Apokalypse, die man nicht vergessen darf.

Ein Beitrag von Daniella Baumeister in hr1
 
Redaktion: nrc
Bild: © 2013 Concorde Filmverleih GmbH
Letzte Aktualisierung: 30.01.2013, 16:07 Uhr
 
 

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