Hugh Jackman als Jean Valjean und Anne Hathaway als Fantine
Musicalverfilmungen waren in Hollywood immer schon sehr beliebt. Jetzt hat Regisseur Tom Hooper den Welterfolg "Les Misérables" auf die Leinwand gebracht und dafür acht Oscar-Nominierungen bekommen. Aber ob das alles für einen wirklich guten Film spricht?
hr1 Kinofrau Daniella Baumeister glaubt ohnehin, dass Musical-Filme eher in den amerikanischen Markt passen, und meint, man muss schon sehr, sehr, sehr gern hören, wie jemand singt, um diesen Film wirklich zu mögen.
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Frankreich im Jahr 1815: Weil er für seine Familie Brot geklaut hatte, saß Jean Valjean fast 20 Jahre im Gefängnis.Jetzt ist er frei, aber ein Ausgestoßener. Und er wird immer noch von seinem Feind Inspektor Javert verfolgt, der ihn gleich wieder einbuchten will.
Trotzdem schafft er es, sich eine neue Existenz als Geschäftsmann und Bürgermeister aufzubauen. Valjean setzt sich für die Armen ein, eine davon ist Fantine, eine Ausgestoßene wie er. Als sie stirbt, nimmt er sich ihrer Tochter Cosette an, mit ihr flieht er nach Paris, wo die Zeichen auf Revolution stehen. Als sich Cosette in einen Revolutionär verliebt, wird die Lage für alle Beteiligten brisant.
Trailer zur Verfügung gestellt von Filmtrailer.com
Information
Les Misérables (GB 2012)
Regie: Tom Hooper
Länge 158 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Besetzung:
Hugh Jackman: Jean Valjean
Russell Crowe: Inspektor Javert
Anne Hathaway: Fantine
Eddie Redmayne: Marius Pontmercy
Amanda Seyfried: Cosette
Sacha Baron Cohen: Thénardier
Helena Bonham Carter: Madame Thénardier
Samantha Barks: Éponine Thénardier
Aaron Tveit: Enjolras
Colm Wilkinson: Monseigneur Bienvenu, Bischof von Digne
Kinostart am 21. Februar 2012
Regisseur Tom Hooper hat große Namen engagiert wie Anne Hathaway und Hugh Jackman, die wirklich gut spielen, aber nicht so gut singen. Er inszeniert den Klassiker von Victor Hugo angenehm altmodisch und etwas nostalgisch, setzt dabei nicht nur auf Gesang, sondern auch auf Ausstattung, Kostüme und Emotionen. Und das macht er gut.
Anne Hathaway musste zwölf Kilo abnehmen und sich die Haare mit dem Messer abschneiden. Ihre Tränen, die sie der verzweifelten Fantine schenkt, sind tatsächlich echt. Hier wird authentisch in epischer Länge, auf hohem Niveau und relativ kitschfrei gelitten.
Warum dieses Bühnenmusical, das immer noch weltweit erfolgreich läuft, unbedingt ein Hollywood-Film werden musste, wird nicht ganz klar. Wer keine Musicals mag, leidet doppelt, denn es wird viel, sehr viel, fast ausschließlich gesungen. Und dann werden das viele Pathos, die 158 Minuten und rund 50 Songs - passend zum Titel - zu einem sehr langen Elend.