McFerrin (l) Corea bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern (2005).
Wenn sie gemeinsam auf der Bühne stehen, dann mischt sich Jazz der Extraklasse mit einer Show voller Witz: In der Alten Oper trafen Bobby McFerrin und Chick Corea aufeinander.
Wenn sie an Bobby McFerrin denken, fällt vielen Musikfans dessen einziger Pop-Hit ein: In "Don't Worry, Be Happy" pfeift der Sänger fröhlich vor sich hin und zitiert die letzten Worte des indischen Gurus Meher Baba: Der hatte sich entschlossen, die letzten 44 Jahre seines Lebens zu schweigen, weil er von den sich ewig streitenden Menschen so enttäuscht war.
Doch Bobby McFerrin ist eigentlich gar kein Pop-Musiker: Er gilt als begnadeter Jazz-Sänger, als Stimmbandwunder, der ein ganzes Orchester imitieren kann. Geboren wurde er 1950 in New York City. 1982 veröffentlichte er sein erstes Album "Bobby McFerrin". Sein Live-Album "Spontaneous Inventions" von 1985 brachte ihm den ersten von zehn Grammy Awards.
Seit etwa 20 Jahren tritt McFerrin immer wieder mit Chick Corea auf. Dieser kam 1941 auf die Welt und zählt heute zu den bedeutendsten zeitgenössischen Jazz-Pianisten und -Komponisten. Er gilt außerdem als einer der Gründerväter des Jazzrock, kann insgesamt 15 Grammys sein Eigen nennen. Geplant ist bei den Auftritten der beiden fast nichts. Und so konnten sich die Zuschauer- und -Hörer am 19. Juni 2012 in der Alten Oper Frankfurt auf einen spannenden improvisierten Jazz-Abend freuen.
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