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Reisebilder der anderen Art

"All-inclusive. Die Welt des Tourismus"

Ho-Yeol Ryu
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FLUGHAFEN, 2005 (Bild: Schirn)
Ho-Yeol Ryu
FLUGHAFEN, 2005
Tourismus ist längst zu einem grundlegenden Phänomen unserer mobilen Weltgesellschaft geworden. In Urlaub fährt jede und jeder irgendwann. "All-Inclusive" in der Kunsthalle Schirn stellt Phänomene des Tourismus in zahlreichen künstlerischen Arbeiten dar.
 

Information

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt.
30. Januar – 4. Mai 2008.

ÖFFNUNGSZEITEN: Di., Fr. – So. 10–19 Uhr, Mi. und Do. 10–22 Uhr.
Eintritt: 8 €, ermäßigt 6 €;
Eintritt für Kinder unter 8 Jahren frei. Familienticket 16 €, Kombiticket für zwei Ausstellungen 15 €, ermäßigt 11 €.
Führungen: Mittwoch 19 Uhr, Donnerstag 20 Uhr, Samstag und Sonntag 17 Uhr.

Mehr zum Thema

Die Spuren, die von Reisenden überall auf der Welt hinterlassen werden, sind sowohl Zeugnis einer stetig wachsenden Tourismusbranche als auch der Anfang einer globalen Bewegung, die den zeitgenössischen Menschen und die von ihm durchquerten Räume umfassend verändert.

In der Ausstellung „All-Inclusive. Die Welt des Tourismus“, die vom 30. Januar bis 4. Mai 2008 in der Kunsthalle Schirn zu sehen ist, werden Phänomene des Tourismus in zahlreichen künstlerischen Arbeiten dargestellt und kritisch hinterfragt.

Dokumentationen, Parodien und künstlerische Verfremdungen klassischer touristischer Motive und Traumvorstellungen verknüpfen sich mit Themen wie Migration, Tourismuswirtschaft und globaler Kommunikation.
 

"All-inclusive"-Bilder in der Frankfurter Schirn 

 
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (10 Bilder)
 

Ausstellung: Die Welt des Tourismus 3:07 Min
(© hessenschau, 29.01.2008)
Tourismus ist immer mit den wiederkehrenden Bildern von Schönheit, Sehnsucht, Erholung und Abenteuer. Der Tourist befindet sich auf dem Weg zu diesen Bildern, um sie zu bestätigen, zu verdoppeln und als Resümee des Urlaubs zu archivieren. Der britische Künstler Martin Parr etwa stellt in seinen Fotografien wie zu Klischees ingefrorene Verhaltensweisen von Touristen dar und entwickelt daraus seit Jahren ein vorwiegend dem eigenen Land gewidmetes Bild des Urlaubsverhaltens iner unterprivilegierten Gesellschaftsschicht. Auf ähnlichen Stereotypen gründen die artifiziellen touristischen Landschaften der Fotoserie „Fake Holidays“ des Österreichers Reiner Riedler.

Auch für viele zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler gehört Reisen zum Alltag. Vieles davon kommt in ihren Werken direkt zum Ausdruck, etwa in einem sich um die eigene Achse drehenden Gepäckbeförderungsband des skandinavischen Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset oder dem riesigen Archiv touristischer Urlaubsfotografien der beiden Schweizer Peter Fischli und David Weiss.

Zu den ca. 30 internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die an diesem Ausstellungsprojekt beteiligt sind, gehören: Franz Ackermann, Atelier Morales, Yto Barrada, Guy Ben-Ner, Ergin avuşoğlu, Michael Dragset und Ingar Elmgreen, Peter Fischli und David Weiss, Siobhan Hapaska, Stuart Hawkins, Mark Hosking, Christoph Keller, Mingwei Lee, Annika Lundgren, Kris Martin, Tracey Moffatt, Jonathan Monk, NL Architects, Walter Niedermeyer, Martin Parr, Ralf Peters, Sascha Pohl, Reiner Riedler, Santiago Sierra, Thomas Struth, Won Ju Lim, Sislej Xhafa, Yin Xiuzhen.
 
Redaktion: nrc
Bild: © Schirn
Stand: 30.01.2008
 
 

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