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21.01.2009

Aliens in Frankfurt

H.R. Giger und seine morbiden Geschöpfe

H.R. Giger mit seiner Bolex-Kamera am Set von ALIEN, Shepperton Studios, England 1978 (Bild: H.R. Giger, Mia Bonzanigo)
H.R. Giger mit seiner Bolex-Kamera am Set von ALIEN, Shepperton Studios, England 1978
Er ist der Fachmann für außerirdische Monster und Biomechanoide. Seine Wesen bevölkern Hollywood-Filme wie "Alien", "The Dune" oder "Poltergeist II". Das Filmmuseum Frankfurt zeigt jetzt Entwürfe und Skulpturen des Oscar-gekrönten Filmdesigners H.R. Giger.
 

Information

H.R. Giger. Kunst – Design – Film

Sonderausstellung
verlängert bis 26. Juli 2009
Deutsches Filmmuseum Frankfurt
Schaumainkai 41

Mo geschlossen
Di, Do, Fr 10 - 17 Uhr
Mi, So 10 - 19 Uhr
Sa 14 - 19 Uhr
5,00 €/4,00 €/3,00 €

Im Radio
H.R. Giger ist Gast in "Mikado am Nachmittag": Zu hören auf hr2-kultur am 21.01.2009 um 17.00 Uhr

Im Web:
www.hrgiger.com
Giger Werk vermischt Einflüsse des Surrealismus und des phantastischen Realismus, erzeugen Grauen und Faszination in einem. Seine berühmteste Kreation ist das ALIEN für Ridley Scotts gleichnamigen Filmklassiker (USA 1979). Für das extraterrestrische Design erhielt er 1980 einen Academy-Award (Oscar). 1979 kam die Ur-Fassung von "Alien" in die Kinos. 2003 kehrte der Science-Fiction-Klassiker in der längsten Fassung, die je von dem Meisterwerk veröffentlicht wurde, auf die Leinwand zurück. Im "Director's Cut" kann sich der Zuschauer zwei Stunden lang gruseln, wenn er die Besatzung des Raumfrachters Nostromo begleitet. Giger schuf auch die Designs für die Filme "Poltergeist II" (Brian Gibson, USA 1986) und "Species" (Roger Donaldson, USA 1995), mit denen er zu einer Leitfigur im Science-Fiction-und Horror-Genre wurde.
 

H.R. Giger - Bilder der Ausstellung 

 
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (20 Bilder)
 

Vielseitiger Künstler

Information

Eröffnung

Dienstag, 20. Januar 2009, 19 Uhr
Ab 21 Uhr laufen die Dokumentationen "Giger’s Alien" (GB/CH 1979, H.R. Giger, 34 Min.) und "Passagen" (CH 1972, Fredi M. Murer, 46 Min.) im Kino.

Immer wieder schafft Giger in seinen Entwürfen den "Biomechanoiden", der so lebendig, wie er sich darstellt, doch vor allem das Mechanische betont. Der Biomechaniod und seine Weiterentwicklungen, die Giger in der Bildserie Erotomechanics schuf, strahlen auch eine Sexualität ist, die oft verstörend bis morbide wirkt.

Gigers Karriere verlief geradlinig, ohne große Umwege. 1940 in Chur (Schweiz) geboren und streng katholisch erzogen, studierte er ab 1962 Architektur und Industriedesign an der Hochschule für Angewandte Kunst in Zürich. Bereits vier Jahre später etablierte er sich als Innenarchitekt. Und schon 1968 arbeitete er ausschließlich als Künstler und Filmemacher. Wo sein Talent liegt, zeigte Giger bereits mit Tuschezeichnungen, die er in Schülerzeitungen und Untergrundzeitschriften veröffentlichte, darunter etwa die Serie "Atomkinder" (1963–64). Giger versuchte sich auch in Öl, doch sein eigentliches Arbeitsinstrument wurde 1972 die Spritzpistole (Airbrush), mit der er in den folgenden 20 Jahren rund 600 zum Teil großformatige Gemälde schuf.

Ab Anfang der neunziger Jahre wandte sich Giger wieder der Bildhauerei zu. Bereits 1968 hatte er für den Schweizer Film "Swissmade" von Fredi M. Murer Polyester-Platiken entworfen. Später verwendete er auch Materalien wie Bronze oder Aluminium. Seine früheren Bilder dienten ihm dabei als Ausgangspunkt für seine dreidimensionalen Werke.
 

Ausstellung und Filmreihe

Information

Ausstellungskatalog

H.R. Giger: Kunst – Design – Film
Hrsg.: Dt. Filminstitut – DIF e.V. / Dt. Filmmuseum, Frankfurt 2008
84 Seiten, 110 Abbildungen, € 14,90
ISBN: 978-3-9805865-6-6
Erhältlich an der Museumskasse und im OnlineShop (ab 21.1.2009)
Die Ausstellung präsentiert einen umfangreichen Einblick in die filmbezogenen Arbeiten von H.R. Giger. Ausgestellt sind neben zahlreichen Entwürfen rund 35 Original-Gemälden und Skulpturen auch
dreidimensionale Filmtrick-Requisiten, Kostümteile und Modelle der Alien-Kreatur sowie eine transparente Büste von "Sil" aus SPECIES.

Parallel zur Ausstellung ist im Kino des Deutschen Filmmuseums eine Filmreihe zu sehen.
 
Redaktion: nrc / than
Bild: © H.R. Giger, Mia Bonzanigo
 
 

Audio

Zum Tod von Jeanne-Claude 3:29 Min
(Hessischer Rundfunk, 20.11.2009)
 

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