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2.06.2012

Welterbetag

"Auf Spurensuche im UNESCO-Welterbe"

Zum achten Mal laden am UNESCO-Welterbetag die hessischen Welterbestätten ein: Kellerwald und Kloster Lorsch, Oberes Mittelrheintal, Limes und Grube Messel bieten Führungen, Wanderungen und Besichtigungen für alle Generationen an.
 

Information

UNESCO-Welterbetag in Hessen

3. Juni 2012

in der Grube Messel, im Kloster Lorsch, im Mittleren Oberrheintal, am Limes und im Kellerwald
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Links im WWW

Ins Leben gerufen wurde der UNESCO-Welterbetag zum ersten Mal am 5. Juni 2005. Die Deutsche UNESCO-Kommission und der UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. wollten damit auf den Rang der Orte, die in die UNESCO-Liste aufgenommen sind, aufmerksam machen und zugleich über ihre Arbeit informieren. "Der Grundgedanke ist dabei, das Welterbe erlebbar zu machen und die eigene Kultur als Teil eines vielfältigen Erbes der Menschheit zu verstehen. Jede Welterbestätte ist ein Ort auf einer faszinierenden Landkarte der kulturellen Unterschiede und ein Lernort der interkulturellen Verständigung", so die Deutsche UNESCO-Kommission.

In diesem Jahr steht der Welterbetag unter dem Motto "Auf Spurensuche im UNESCO-Welterbe". Auch die fünf hessischen Welterbestätten beteiligen sich an dieser bundesweiten Aktion.
 

Grube Messel

Blick über die Grube Messel (Bild:  picture-alliance/dpa)
Blick über die Grube Messel
Vor rund 48 Millionen Jahren war die Ölschiefergrube ein Kratersee, der mitten in einem Urwald lag, mit einer blühenden Flora und Fauna. Die Grube Messel gehört zu den "ergiebigsten" Fossilienfundstätten der Welt: Unendlich viele und hervorragend erhaltene Fossilien von Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Fischen, Insekten und Pflanzen aus dem Eozän wurden dort gefunden. Zu den berühmtesten Funden gehört das "Urpferdchen", von dem bisher einige vollständig erhaltene versteinerte Skelette geborgen wurden.

Zum UNESCO-Welterbetag lädt die Grube Messel zu Sonderführungen durch das Gelände ein und zeigt, wie Fossilien präpariert werden.

Welterbe Grube Messel
Roßdörferstr. 108
64409 Messel
Telefon: 06159 – 71759-0

Öffnung des Besucherzentrums
10.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass)

Führungen in die Grube Messel
11.00, 12.30, 14.00 und 15.30 Uhr

Schaupräparation von Fossilien durch Präparatoren der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung an Originalfunden aus der Grube Messel
Ab 12.00 Uhr

Foyer und Aussichtsebenen im Besucherzentrum (BZ) sind kostenfrei zugänglich. Die Ausstellung ist kostenpflichtig. Die Grube Messel ist nur mit kostenpflichtigen Führungen zugänglich. Voranmeldungen zu den Touren sind möglich.

Grube Messel: Weitere Informationen
 

Kloster Lorsch

Die Königshalle des Kloster Lorsch (Bild: )
Die Königshalle des Kloster Lorsch
Seit dem 12. Dezember 1991 steht das Kloster Lorsch, einst geistiges und politisches Zentrum von europäischem Rang, auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Seine Königshalle gilt als ältestes vollständig erhaltenes Baudenkmal Deutschlands aus nachrömischer Zeit. Karl der Große - möglicherweise aber auch einer seiner Nachfolger - verfügte den Bau der Halle, die den Weltruf des Klosters in die heutige Zeit hinüberrettete. Die Torhalle hat zusammen mit dem ebenfalls weltberühmten Lorscher Codex (um 1170-75), der die umfangreichen Besitzungen des Klosters dokumentiert, Aufstieg und Fall des Klosters überstanden und gibt Zeugnis von längst vergangener Zeit im tiefen Mittelalter. Vom Kloster selbst sind nur noch Reste übrig geblieben.

Seit einem Jahr wird rund um das Kloster Lorsch gebaut, um die Stätte für Besucher attraktiver zu machen. Besucher können sich durch die Baustelle führen lassen und dabei auch über die Gerüste turnen.

Kloster Lorsch UNESCO-Weltkulturerbe
Benediktinerplatz
64653 Lorsch
Telefon: 06151 – 5967-501
Stündliche Führungen, auch Gerüstführungen
11.00 bis 18.00 Uhr

Preise | Anmeldung
Alle Führungen und Aktionen unentgeltlich, keine Anmeldung erforderlich (Anmeldung für die Gerüstführung vor Ort).

Kloster Lorsch: Weitere Informationen
 

Limes

Rekonstruierter Wachturm am Limes (Bild:  hr-online)
Rekonstruierter Wachturm am Limes
Ein UNESCO-Welterbe gigantischen Ausmaßes stellt der rämische Grenzwall Limes dar, der 2005 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Er zieht sich durch vier Bundesländer: Rheinland- Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern; 153 km führen durch Hessen. Die Saalburg im Taunus ist das einzige rekonstruierte Römerkastell.

Zwei Veranstaltungen laden zum Erkunden des Limes ein: Eine Limeswanderung in der Nähe von bad Schwalbach führt vom Adolfseck zum Justinus-Felsen, wo es die einzige Felsinschrift am Limes gibt.

Im Römerkastell Saalburg bietet eine Museumsführerin - in Gestalt der römischen Frau Sulpicia, der Lebensgefährtin des Soldaten Attius Tertius - Führungen zum Thema "Frauenleben am Rande des Imperiums" an: Küche, Haushalt und Familie, Mode, Männer, Klatsch und Tratsch kommen dabei nicht zu kurz. Wer möchte, kann sich auch mit römischen Gewändern verkleiden.

Kleinkastell Adolfseck
65307 Bad Schwalbach
Telefon: 06124 – 500113

11.30 Uhr:
Limeswanderung in Adolfseck zum Justinus-Felsen (mit Blick auf den Standort des Kleinkastells Adolfseck, Limesverlauf und Erläuterung der Befunde)

13.30 Uhr:
Kleiner römischer Imbiss

14.00 Uhr:
Führung "Adolfseck im Jahr 220 – Leben am Limes"

Preise | Anmeldung
Führung: Erwachsene 3,– Euro
Kinder und Jugendliche: bis 16 Jahre frei
Imbiss: 5,– Euro (3,– Euro)
Der Justinus-Felsen ist jederzeit frei zugänglich, keine Anmeldung erforderlich.

Römerkastell Saalburg
Archäologischer Park
Saalburg 1
61350 Bad Homburg
Telefon: 06175 – 9374-0
09.00 bis 18.00 Uhr

11.00, 13.00, 15.00 Uhr:
Führungen mit einer antiken Zeitzeugin

Eintritt: 7,– / 5,– Euro
Alle Führungen und Aktionen sind unentgeltlich, keine Anmeldung erforderlich.

Saalburgmuseum: weitere Informationen
 

Oberes Mittelrheintal

Das Niederwalddenkmal (Bild:  picture-alliance/dpa)
Das Niederwalddenkmal

Mehr zum Thema

Das Obere Mittelrheintal gilt als eine der ältesten und eindrucksvollsten Kulturlandschaften Deutschlands und wurde 2002 in die Liste der Welterbe aufgenommen. Schon die Römer nutzten den Rhein als Verkehrsweg. Sie waren es auch, die den Wein hierher brachten; erste Nachweise zum Weinbau stammen aus dem Mittelalter. Der Rhein wurde zu einer der wichtigsten Handelsstraßen, an der entlang eine Burg nach der anderen erbaut wurde.

Mehrere Veranstaltungen informieren am Welterbetag über den Rang dieser Fluß-Kulturlandschaft: So gibt es eine Führung zum Osteinschen Park und Niederwald bei Rüdesheim am Rhein, samt einer Gerüstführung auf der Germania. Die Gemeinde Lorch lädt ein zu einem Tag der offenen Baustelle an der Welterbe-Baustelle Hilchenhaus. Rüdesheim veranstaltet eine rund vierstündige Entdeckungstour, die nach einem Stadtrundgang von Rüdesheim mit der Seilbahn zum Niederwalddenkmal führt. Eine Wanderung informiert über den Wiederaufbau einer Trockenmauer in den Weinbergterrassen.
 
Führung zum Osteinschen Park und Niederwald bei Rüdesheim am Rhein

11.00 bis 13.00 Uhr:
(maximal 15 Personen, festes Schuhwerk erforderlich)
Treffpunkt: Tempel unterhalb des Besucherzentrums Niederwald

13.30 bis 14.30 Uhr:
Gerüstführung auf der Germania
(maximal 15 Personen, festes Schuhwerk erforderlich)
Treffpunkt: Shop an der Germania

Alle Führungen sind unentgeltlich, Anmeldung erforderlich
Telefon: 06172 – 9262-172

Tag der offenen Baustelle im Hilchenhaus
Hilchenhaus

Rheinstraße 48
65391 Lorch
14.00 bis 17.00 Uhr: Besichtigung der Baustelle

Die Besichtigung ist unentgeltlich, keine Anmeldung erforderlich.

Von Romantikern und Revoluzzern – Auf Entdeckungsreise am Tor zum Welterbe Oberes Mittelrheintal

Treffpunkt
Tourist Information
Rheinstraße 29 a
65385 Rüdesheim am Rhein
Telefon: 06722 – 90615-0

10.30 bis 14.30 Uhr:
Wanderung, Seilbahnfahrt, Rückfahrt mit dem Schiff

Erwachsene: 11,– Euro, Anmeldung erforderlich.

Wiederaufbau einer Trockenmauer in den Weinbergterrassen

13.00 bis 17.00 Uhr:
Seilbahnfahrt, Wanderung durch die Weinberge, Rückfahrt mit DB

Treffpunkt: Talstation der Seilbahn, Oberstraße 37
65385 Rüdesheim

Preise | Anmeldung
Seilbahnfahrt zum Niederwald (Selbstzahler: 4,50 Euro)
Stündliche Rückfahrt mit der Bahn nach Rüdesheim (Selbstzahler: 1,70 Euro)
Die Führung ist unentgeltlich, Anmeldung erforderlich.

Kontakt
Hessen-Forst Forstamt Rüdesheim
Martin Schlimmermann | Mobil: 01 60 – 4 70 83 87

Oberes Mittelrheintal: weitere Informationen
 

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Wandern im Kellerwald (Bild:  picture-alliance/dpa)
Wandern im Kellerwald

Mehr zum Thema

Das jüngste UNESCO-Welterbe in Deutschland ist der Nationalpark Kellerwald, der am 25. Juni 2011 als Teil der grenzüberschreitenden Welterbestätte "Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands" in die Liste eingetragen wurden. Eine Wanderung führt durch den "Urwald" am Edersee.







Nationalpark Kellerwald-Edersee
Parkplatz Kirchweg
34549 Gemeinde Edertal
Bringhausen
05621 – 75249-34

13.30 bis 16.30 Uhr
Wanderung: "Sichtbare und verborgene Kraft im Urwald"
Der Wanderweg ist nicht barrierefrei, festes Schuhwerk ist erforderlich.

Die Wanderung ist unentgeltlich, Anmeldung erforderlich.

Nationalpark Kellerwald: weitere Informationen
 
Redaktion: nrc
Letzte Aktualisierung: 1.06.2012, 15:37 Uhr
 
 

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