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4.06.2012

Kunststation Kleinsassen

Mozart in Bildern

1916 entstand Ludwig Sieverts Aquarell zur Zauberflöte: Die Königin der Nacht (Bild: Kunststation Kleinsassen / Ludwig Sievert)
1916 entstand Ludwig Sieverts Aquarell zur Zauberflöte: Die Königin der Nacht
Wie Mozart klingt, das haben wir im Ohr. Zu welchen Ideen er Bühnen- und Kostümbildner inspiriert, zeigt die Kunststation Kleinsassen. Eine Hommage an das Musikgenie in zarten Farben und phantastischen Bilderwelten.
 
Auch über die Jahrhunderte hat Mozart nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Künstler wurden und werden noch heute durch seine Musik inspiriert. Besonders jene, die die Verschmelzung von Malerei und Musik, von Farben und Tönen anstreben. Die Ausstellung zeigt bedeutende graphische Werke, sowie weitere Objekte, die in Verbindung mit dem Musiktheater entstanden.
 

Mozart - Bilder - Klang 

 
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (4 Bilder)
 

Information

Mozart Bilder Klang

3. Juni bis 16. September 2012

Kunststation Kleinsassen
An der Milseburg
Hofbieber-Kleinsassen
0 66 57/80 02
www.kleinsassen.de

Öffnungszeiten:
Di bis So 13-18 Uhr

Eintritt:
3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro

Führungen: Sa, 16 Uhr, Eintritt + 2 Euro
Zu sehen sind Max Slevogts (1868-1932) Randzeichnungen zur Originalpartitur von Mozarts "Zauberflöte". Slevogts Radierungen und Aquarelle zeigen seine phantastischen und humorvollen Bildideen zu Mozarts "Zauberflöte". Die einzelnen Motive sind Bildschöpfungen von zarter Farbigkeit. Der "Frankfurter Expressionismus" erlangte damals Weltruhm.

In diesem Umfeld ist auch der Bühnenmaler Ludwig Sievert (1887-1966) einzuordnen. Er setzte sich ausgiebig mit Mozarts "Zauberflöte" auseinander und ist in der Ausstellung mit seinen berühmten Mannheimer Aquarellen von 1916 vertreten.
 

Provokantes für das Stuttgarter Publikum

Der Maler, Graphiker und Architekt Bernhard Pankok (1872-1943) wurde durch seine Bühnenausstattungen von Opern international bekannt. Zur Berliner Inszenierung von "Cosi fan tutte”, (1922)" fertigte er eine Serie von Farblithographien.

Johannes Grützke (1937-), Maler der neuen Prächtigkeit, schuf 1983 unter der Regie von Peter Zadek Kostümentwürfe für "Die Hochzeit des Figaro" des Staatstheaters Stuttgart. Die aufsehenerregende Inszenierung von Zadek und die provokanten Ausstattungs- und Kostümentwürfe von Grützke stellten eine große Herausforderung für das eher konservativ eingestellte Stuttgarter Publikum dar.
 

Liebe zum Detail: Silhouetten-Filme

Außergewöhnlich und erst heute zu neuem Ruhm gelangt sind Lotte Reinigers Silhouetten-Filme. Lotte Reiniger (1899-1981) gilt weltweit als eine wichtige Pionierin des Films. Dazu verhalf ihr nicht zuletzt der von ihr erfundene Silhouetten-Trickfilm. Dabei inspirierte sie die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.

So entstand 1930 der Film "Zehn Minuten Mozart", 1935 "Papageno", später folgten "Die Hochzeit des Figaro" und die "Entführung aus dem Serail". Lotte Reinigers Scherenschnitte und Mozartsilhouetten sind voller Grazie und Musik. In jedem Fall sind sie ein Opernfest für das Auge. Der Film ist in der Ausstellung zu sehen.
 
Redaktion: cawo
Bild: © Kunststation Kleinsassen / Ludwig Sievert
Letzte Aktualisierung: 4.06.2012, 11:14 Uhr
 
 

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