Das Frankfurter Architektenbüro Meixner Schlüter Wendt hat den neuen Wohnturm am Sachsenhäuser Berg geplant und dafür Kosten von bis zu 100 Millionen Euro veranschlagt. Vor rund einem Jahr wurde das Projekt erstmals vorgestellt; damals war von Quadratmeterpreisen um 4000 Euro die Rede. Insgesamt will die Firma Actris etwa 300 Millionen Euro in das rund 110.000 Quadratmeter große Areal investieren.
Sieger des städtebaulichen Architektenwettbewerbs für das Areal ist das Frankfurter Architekturbüro Jourdan & Müller, mit dem Bau soll in diesem Jahr begonnen werden.
Zur Geschichte des Henninger Turms:
1961 wurde der Henninger Turm eröffnet. Gebaut hat ihn der Architekten Karl Lieser im Frankfurter Süden auf dem Sachsenhäuser Berg. Mit seinen 119,5 Metern war der fensterlose Turm seinerzeit das höchste Gebäude Frankfurts und wurde bald zum Wahrzeichen der Stadt. Der Radsportklassiker "Rund um den Henninger Turm" wurde 1962 zum ersten Mal ausgerichtet und machte das Gebäude bundesweit bekannt.
Seine Bestimmung als Getreidelager für die Henninger-Brauerei erfüllte der Turm nur wenige Jahre. Viel bekannter war das runde Restaurant, das sich auf dem 60 Meter hohen, quadratischen und fensterlosen Silo drehte. 40 Jahre lang zog das Drehrestaurant Besucher an, rund 600 Menschen konnten in Bars und Restaurants mit Rundum-Blick feiern. Die Gastronomie schloss 2002.