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Zeichnung mit Totenschädel  (Bild: Musée des Beaux-Arts de Nantes)  (Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2012)  (Bild: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung)  (Bild: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung)
"Totenschädel mit hervortretenden Augen" von Julien Adolphe Duvocelle
19.01.2013

Finissage "Schwarze Romantik"

Das Böse, die Leidenschaft und der Tod

145.000 Besucher hat die "Schwarze Romantik" im Frankfurter Städel begeistert. Wer die Zahl aufrunden möchte, hat nur noch am Wochenende Zeit. Dann endet die Schau mit Werken von Goya bis Max Ernst, die der Faszination des Abgründigen und Bösen nachspürt.
 
Video: So schwarz kann die Romantik sein 3:12 Min
(© hr | hessenschau, 25.09.2012)
Nach Angaben des Städel Museums ist "Schwarze Romantik", die seit Ende September in Frankfurt zu sehen war, die erste Schau in Deutschland, die sich der dunklen Seite der Romantik-Epoche und ihrer Nachwirkung im Symbolismus und Surrealismus widmet. Zu sehen sind noch bis Sonntag Abend mehr als 200 Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Filme.

Das Städel wollte mit diesen Werken der Faszination vieler Künstler für das Abgründige, Geheimnisvolle und Böse nachspüren. Die Arbeiten von Goya, Johann Heinrich Füssli und William Blake sowie Théodore Géricault und Delacroix bis hin zu Caspar David Friedrich erzählen eindringlich von Einsamkeit und Melancholie, von Leidenschaft und Tod, von der Faszination des Grauens und dem Irrationalen der Träume.
 

Kaltes Grauen im Städel 

 
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (25 Bilder)
 

Blutiger Terror und Kriege

Information

Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst

bis 20. Januar 2013

Städel Museum, Ausstellungshaus
Dürerstraße 2, Frankfurt

Anfahrt
Die Werke spiegeln, so das Städel, eine romantische Geisteshaltung wider, die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ganz Europa erfasste und bis ins 20. Jahrhundert hinein von Künstlern wie Salvador Dalí, René Magritte oder Paul Klee und Max Ernst weitergeführt wurde. Die Schau wollte das Interesse für die düsteren Seiten der Romantik wecken und das Verständnis für die Bewegung erweitern - bislang stehen meist die Aspekte Sehnsucht oder Leidenschaft im Mittelpunkt.

"Viele der gezeigten Werke entstanden aus einem erschütterten Vertrauen in ein aufgeklärtes, fortschrittliches Denken, das sich rasch nach der – als neues Zeitalter gefeierten – Französischen Revolution zum Ende des 18. Jahrhunderts ausgebreitet hat", erläuterte das Museum die damaligen Zeitläufte. Blutige Kriege hätten Leid und den Zerfall gesellschaftlicher Ordnungen in weite Teile Europas gebracht.
 

Schreckliches, Wundersames, Groteskes

Vor allem die Radikalisierung der Französischen Revolution und deren Terror offenbarten die düsteren Facetten der Aufklärung in all ihrer Härte - man erkannte, dass Wissen allein keine besseren Menschen schuf. Fortan widmeten sich junge Literaten und Künstler verstärkt der Kehrseite der Vernunft. In den Mittelpunkt traten das Schreckliche, das Wundersame und Groteske, Literaten beschäftigten sich mit Sagen und Märchen und dem Mittelalter statt mit dem Ideal der Antike. Die heimische Natur gewann verstärkt an Anziehungskraft und wurde zum beliebten Motiv der Künstler. Dem hellen Licht des Tages begegneten der Nebel und die dunkle, geheimnisvolle Nacht.
 
Audio: Die schwarze Seite der Aufklärung 4:34 Min
(© Rudolf Schmitz, hr, 26.09.2012)
Für die Schau hat das Haus Arbeiten aus der eigenen Sammlung zusammengestellt; hinzu kommen Leihgaben von international renommierten Sammlungen wie dem Pariser Musée d’Orsay, dem Musée du Louvre, dem Museo del Prado in Madrid oder dem Art Institute of Chicago. Die vom Städel Museum konzipierte Ausstellung wird später im Pariser Musée d’Orsay zu sehen sein.
 
Redaktion: nrc
Letzte Aktualisierung: 18.01.2013, 17:55 Uhr
 
 

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