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4.02.2013

Deutsches Architekturmuseum

Eine etwas andere Deutschlandreise

Ein UNESCO-Welterbe: Das obere Mittelrheintal, Blick auf die Loreley (Bild: Zweckverband Oberes Mittelrheintal)
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Ein UNESCO-Welterbe: Das obere Mittelrheintal, Blick auf die Loreley
37 Denkmäler in Deutschland sind auf der Welterbeliste der UNESCO verzeichnet. Die Denkmäler stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Das Deutsche Architekturmuseum gibt nun einen Einblick in alle deutschen Welterbestätten.
 
Video: Wer darf Welterbe werden? 3:41 Min
(© hr | hessenschau, 04.02.2013)
Die Ausstellung "UNESCO Welterbe – Eine Deutschlandreise" im Deutschen Architekturmuseum stellt alle 37 deutschen UNESCO-Standorte in einer Auswahl von Fotografien und charakteristischen Exponaten vor. Ergänzt werden diese durch Informationen zu den Stätten und den am Ort durchgeführten Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Unter den Exponaten sind einige Kostbarkeiten, die ein zweites Hinschauen lohnen: So wird etwa die Hildesheimer Michaeliskirche (erbaut um 1050, seit 1985 Welterbe) anhand eines kolorierten Holzmodells von 1650 vorgestellt. Ein Versuchsmodell für Gerhard Richters luminöses Glasfenster für den Kölner Dom (1248/1842; seit 1996 Welterbe) aus den Jahren 2002-07 verzaubert durch seine intensive Farbigkeit.
 

Deutsche Welterbestätten 

 
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (24 Bilder)
 
Aber auch ganz profane Ausstellungsstücke wie die "Oberharzer Bodenstampfer", mit denen die Grassoden der Staudämme des Bergwerkes Rammelsberg verdichtet wurden (19. Jh.; seit 1992 Welterbe, 2010 erweitert) wecken die Geschichte eines Standortes zum Leben. Souvenirfunde reichern die Präsentation mit einem Augenzwinkern an und lassen über manche Welterbestätte auch schmunzeln. Alles zusammen soll den Besucher dazu einladen, die unterschiedlichen Welterbestandorte zu einer individuellen Deutschlandreise zu kombinieren und dabei zu entdecken, wie Geschichte, Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpft sind.
 

Nachhaltiger Schutz und Bewahrung der Welterbestätten

Information

UNESCO Welterbe. Eine Deutschlandreise

6. Februar – 26. Mai 2013

Deutsches Architekturmuseum (DAM)
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten:
Di, Do - Sa 11 - 18 Uhr
Mi 11 - 20 Uhr
So 11 – 19 Uhr
Mo geschlossen

Internet: www.dam-online.de
Deutschland zählt mit seinen 37 Welterbestätten nach China, Italien, Frankreich und Spanien zu den Staaten mit den meisten Welterbestandorten. Kirchen und Klöster, Schlösser und Burgen, Gärten und Naturlandschaften sind die Aushängeschilder des Landes, ebenso wie die Altstädte und die herausragenden baulichen Zeugnisse der Industrialisierung. Zahlreiche Anstrengungen werden unternommen, Baudenkmäler in ihrem historisch überlieferten Zustand zu erhalten, zu restaurieren und zu konservieren.

Es geht aber auch darum, das Welterbe als Teil einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung weiterzudenken. Der Erhalt der Welterbestätten ist zunehmend mit der Frage verbunden, wie sie räumlich eingebunden, genutzt und zugänglich gemacht werden. Mit dem "Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten" unterstützt der Bund die zuständigen Länder, Kommunen und Körperschaften, den Schutz und die Bewahrung der deutschen Welterbestätten sicher zu stellen. An 33 von derzeit insgesamt 37 deutschen Welterbestätten werden Projekte mit Bundesmitteln in Höhe von 220 Millionen Euro (2009-2014) umgesetzt. Städte und Gemeinden, die bisher nicht zum UNESCO-Welterbe gezählt werden, können die Erkenntnisse nutzen, die bei der Umsetzung aktueller Projekte und Maßnahmen gewonnen und kommuniziert werden.
 

Publikation mit 37 Kurzportraits der Welterbestätten

Anlässlich der Ausstellung "UNESCO Welterbe. Eine Deutschlandreise" erscheint eine ergänzende Publikation unter gleichem Titel. Neben drei einleitenden Essays zum UNESCO-Welterbe und dem Investitionsprogramm versammelt sie 37 Kurzporträts der Welterbestätten, verfasst von 37 renommierten Journalisten und Autoren, in der Mehrzahl Architektur-journalisten und -kritikern. Auf Schritt und Tritt haben sie die Welterbestätten besucht und schildern die Auffälligkeiten, Stimmigkeiten und Unstimmigkeiten, die sich beim Besuch vor Ort offenbaren, in ihren atmosphärischen Beiträgen. Persönliche fotografische Eindrücke unterstreichen und pointieren die Beschreibungen.
 
Redaktion: than / phsc
Bild: © Zweckverband Oberes Mittelrheintal
Letzte Aktualisierung: 4.02.2013, 20:55 Uhr
 
 

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