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19.02.2013

Rückgabe von Raubgut

Eine Göttin kehrt auf den Thron zurück

Raubgut "Hyjnesha in Fron" (Göttin auf Thron) (Bild: HMWK)
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Raubgut "Hyjnesha in Fron" (Göttin auf Thron)
Als die Frankfurter Polizei im Oktober 2005 in einem Mordfall ermittelte, stieß sie zufällig auf rund 7000 Jahre alte Tonskulpturen aus dem Kosovo. Nun hat das Land Hessen diese Kunstschätze an die Republik Kosovo zurückgegeben.
 
Bei den Ermittlungen stellte sich relativ schnell heraus, dass das Kapitalverbrechen und die Fundstücke nichts miteinander zu tun hatten. Allerdings waren auch keine Belege für eine ordnungsgemäße Ausfuhr der Artefakte aus dem Kosovo vorhanden. Gegen einige Beschuldigte wurde ein Ermittlungsverfahren eröffnet, das allerdings im Sommer 2010 eingestellt wurde.
 
Artefakte aus der Jungsteinzeit (Bild: HMWK)
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Alle Artefakte, die die Polizei per Zufall entdeckte und nun zurückgegeben worden sind.
Glanzstücke der Funde aus dem Norden Kosovos ist die "Hyjnesha in Fron" (Göttin auf Thron), eine 21,5 Zentimeter hohe komplett erhaltene sitzende Idolfigur, sowie ein als Tierkopf gestalteter Deckel. Sie stammen aus der jungsteinzeitlichen Vinča-Kultur und sind rund 7000 Jahre alt. Beide, so heißt es in der Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst vom Dienstag, "stellen archäologische Objekte mit einem hohen Seltenheitswert dar". Eine weitere kleine sitzende Idolfigur, eine schwarz polierte Schale und drei Webgewichte gehören mit zum Raubgut.
 
Jetzt hat das Land Hessen diese Funde an das Land Kosovo zurückgegeben. Das Land Hessen erfülle damit seine Verpflichtung Rückgabe von unrechtmäßig ausgeführten Kulturgütern gemäß dem UNESCO-Übereinkommen vom 14. November 1970, teilte das Kunstministerium am Dienstag mit. "Kulturgüter spiegeln die Geschichte und damit die Identität eines Landes", sagte Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) bei der Übergabe der Artefakte an den Kulturminister der Republik Kosovo, Memli Krasniqi.

"Die Vorgehensweise der hessischen Behörden lässt uns wissen, dass die Kulturgüter in Händen von Menschen aus einem Land der Hochkultur waren, die die Bedeutung und die Besonderheit der Funde wertschätzten. Dem Land Hessen spreche ich meinen besonderen Dank und meine Achtung für die sehr konstruktive Kommunikation aus und dafür, dass es die Kulturgüter für eine Zeit lang in seine Obhut nahm", so Krasniqi. Er fügte hinzu, dass die Artefakte 1999 aus dem "Museum des Kosovo" gestohlen wurden.
 
Redaktion: nrc
Bilder: © HMWK (2)
Letzte Aktualisierung: 19.02.2013, 16:01 Uhr
 
 

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