Zwischen den Seiten mancher Bücher stecken echte Hingucker
Wie sieht Ihr aktuelles Lesezeichen aus? Ist es ein hübsches Teil mit Bändchen oder steckt ein altes Bonbonpapier zwischen den Seiten? In Kassel zeigt eine Ausstellung, was man in Büchern alles finden kann - sogar einen Erpresserbrief.
Stephen Spielberg stellte einmal folgende Frage: "Warum soll man einen Dollar für ein Lesezeichen ausgeben, wenn man den Dollarschein genausogut als Lesezeichen verwenden kann?" Eine gute Frage - zudem hätte man für Notfälle immer ein wenig Geld parat.
Doch natürlich sind Buchzeichen viel mehr, als nur ein Stück Papier, Holz, Metall oder Kunststoff. Dass es sich durchaus lohnt, genauer hinzuschauen, was man alles zwischen Buchseiten stecken kann, beweist die Sammlung von Antiquar Winfried Jenior. Er hat über Jahre hinweg Lesezeichen gehortet, die er in Büchern gefunden hat.
Information
Lese-Zeichen
Was man in Büchern alles findet
13. März bis 26. Apri
Antiquariat Jenior
Lassallestr. 15
Kassel
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10-13 und 15-18 Uhr
Sa 11-14 Uhr
Eintritt frei
Zu sehen sind die Fundstücke jetzt in der Ausstellung "Lese-Zeichen - was man in Büchern alles findet" im Kasseler Kunsttempel. Zum einen gibt es Lesezeichen, die tatsächlich einmal als solche gedacht und hergestellt wurden. Sie bilden einen Querschnitt duch die Werbegrafik des 20. Jahrhunderts, verspricht die Ankündigung des Literaturbüros Nordhessen.
Doch viel spannender sind eigentlich die Funde, die ursprünglich gar nicht als Lesezeichen gedacht waren: Glanzbilder, getrocknete Pflanzen, Heiligenbildchen oder Postkarten, Fotos und Kalenderblätter. Zu den wohl ungewöhnlichsten Fundstücken zwischen zwei Buchdeckeln gehört ein Erpresserbrief, der in der Schau vom 13. März bis 26. April ebenfalls zu bestaunen ist.