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Auszeichnung

Marielies Hess-Kunstpreis

Annegret Soltau in ihrem Atelier (Bild: Julia Wehmeyer)
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Annegret Soltau in ihrem Atelier
Zum ersten Mal vergibt die Marielies Hess-Stiftung in diesem Jahr den Marielies Hess-Kunstpreis. Er zeichnet das Werk eines/einer arrivierten Künstlers/Künstlerin aus. In 2011 erhält die renommierte Darmstädter Künstlerin Annegret Soltau diese Auszeichnung.
 
Die seit über vierzig Jahren für bildende Künstlerinnen und Künstler aus Hessen und Frankfurt am Main agierende Marielies Hess-Stiftung vergibt in 2011 erstmals einen Preis für ältere, arrivierte, hessische Künstlerinnen und Künstler - den Marielies Hess-Kunstpreis, dotiert mit 4.000,- € und damit verbunden eine Ausstellung des Künstlers, der Künstlerin in der Goldhalle des Hessischen Rundfunks.

Angesprochen sind in Hessen, bzw. Rhein-Main geborene, ausgebildete oder hier arbeitende, namhafte, ältere Künstlerinnen und Künstler, also die Generation 40 bis 50 plus,

  • die durch die Qualität ihrer Werke überzeugen und einen besonderen Beitrag zu Kunst und Kultur leisten,
  • deren Arbeiten durch Ausstellungen, Präsentationen und Ankäufe in Hessen präsent gewesen oder es noch sind,
  • sowie solche KünstlerInnen, die in den letzten Jahren nicht so häufig gezeigt wurden, sich aber durch ihr Lebenswerk auszeichnen.


KünstlerInnen können gezielt zur Bewerbung aufgefordert werden, sich ohne Aufforderung selbst bewerben oder von Dritten vorgeschlagen werden. Erforderlich sind die üblichen Unterlagen mit Lebenslauf und Dokumentationsmaterial, inklusive Ausstellungsvorschlag, aber ohne Originale. Die Ermittlung des Preisträgers erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die Stifter des Marielies Hess-Kunstpreises beteiligt sich auch and der Finanzierung der Ausstellung, die über Spenden und Sponsorengelder realisiert wird.

Der Preis soll künftig im zweijährigen Rhythmus vergeben werden. Neue Bewerbungen nimmt die Marielies Hess-Stiftung im Oktober 2011 an.
 

Marielies Hess-Kunstpreis 2011: Annegret Soltau

Information

Vernissage und Preisverleihung

Hessischer Rundfunk,
Goldhalle,
Bertramstr. 8

27.05.2011, um 17 Uhr
Einführung: Brigitta Amalia Gonser

Ausstellungsdauer: 28.05.- 26.06.2011

Öffnungszeiten:
täglich 9-19 Uhr
Die Verleihung des diesjährigen Kunstpreises wird am 27. Mai 2011 um 17 Uhr stattfinden und er geht an die renommierte Darmstädter Künstlerin Annegret Soltau, deren Ausstellung "Generativ" bis Juni in der Goldhalle des Hessischen Rundfunks als repräsentativer Überblick ihres OEuvres gezeigt werden soll.

Aus der Reihe ihrer als positiv-negativ Collagen und Decollagen mit Fotovernähungen respektive Fotoübernähungen realisierten Self-Performings sind es die vier triptychonartigen Installationen von 'Generativ' und 'Trans-Generativ', der Konfrontation der Generationen mit Großmutter, Mutter, Tochter, Vater und Sohn, sowie ihre kleinen 'Zeit-Erfahrungen' und die große Projektion der 'female und trans hybris'.

Annegret Soltau, geboren 1946 in Lüneburg, ist eine Collagekünstlerin der Body-Art. Ausgebildet wurde sie von 1967 bis 1972 als Malerin und Grafikerin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und Wien. Seit 1973 lebt sie in Darmstadt. Dort hatte sie 1974 ihre erste Einzelausstellung mit Radierungen und Zeichnungen und demonstrierte 1975/76 öffentlich ihre Performance "permanente Demonstration", in der sie sich selbst mit schwarzem Faden "bezeichnete" oder umschnürte und auch mehrere Personen miteinander verband. Annegret Soltau entwickelte 1975 die Fotoübernähung und 1977 die Fotovernähung. Sie arbeitet mit fotografischem Material ihrer eigenen Person.

Annegret Soltau sagt zu ihrem künstlerischem Schaffen: "Mein zentrales Anliegen ist, körperliche Prozesse in meine Bilder miteinzubeziehen, um Körper und Geist als gleichwertig zu verbinden." Gezeigt hat sie ihre Werke während der letzten vierzig Jahre in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie in Performances in Deutschland, Europa, USA und Japan. Ihre Arbeiten befinden sich auch in großen privaten und öffentlichen Sammlungen wie der Deutschen Bank in Frankfurt am Main oder im Museum des 20. Jahrhunderts in Wien.

Gestiftet wird der Marielies Hess-Kunstpreis 2011 von der Dr. Marschner-Stiftung.
Die Ausstellung wird gefördert von der BHF-Bank-Stiftung, maecenia-Stiftung, Sparkasse Darmstadt, Marielies Hess-Stiftung und Hessischem Rundfunk.
 
Redaktion: hfa / nrc
Bild: © Julia Wehmeyer
Letzte Aktualisierung: 20.04.2011, 15:45 Uhr
 
 

Kontakt

Marielies Hess-Stiftung
Hessischer Rundfunk
Prof. Dr. Michael Crone
Bertramstr. 8
60320 Frankfurt/Main
069 155-2279
Mobil: 0173 - 6793671
michael.crone@hr.de
 

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