Die vor 18 Jahren in Mainz gegründete Clownschule hat ihren Wegzug aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt bekanntgegeben. Künftig wird die Einrichtung künftig ihren Sitz in Hofheim im Taunus haben.
Für den 1. Juli kündigte die Berufsfachschule eine letzte Abschlussvorstellung an. Dem Umzug nach Hessen war ein längerer Streit mit der Mainzer Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft (GVG) vorausgegangen. Die Schule war auf dem Layenhof, einem ehemaligen amerikanischen Militärgelände am Mainzer Stadtrand, untergebracht gewesen. Im vergangenen Jahr hatte die GVG den Clowns einseitig gekündigt, weil das von diesen genutzte Gebäude wegen massiven Schimmelbefalls abgerissen werden müsse. Zwischenzeitlich war sogar eine Zwangsräumung der Schule im Gespräch.
Die Schule hatte das Vorgehen der städtischen Grundstücksverwaltung als "rechtlich abenteuerlich" und rücksichtslos bezeichnet und der Stadt vorgeworfen, nichts in den Erhalt des Geländes investiert zu haben. In der Folgezeit scheiterten langwierige Verhandlungen über einen alternativen Standort in Mainz.
Die Clownschule ist eine von zwei staatlich anerkannten Berufsfachschulen in Deutschland, die unter anderem Clown-Schauspieler und Krankenhaus-Clowns ausbildet.