Zum 300. Geburtstag von Jean-Jacques Rousseau hat das Frankfurter Liebieghaus eine Portraitbüste des bedeutenden Philosophen gekauft. Geschaffen wurde sie von Jean-Antoine Houdon, einem der berühmtesten französischen Bildhauer der Aufklärung.
Wie das Museum in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt, ist die Skulptur eines der wichtigsten Porträts von Rousseau "und eine bedeutende Ergänzung für die Sammlung des Liebieghauses". Mit einer Reihe von signifikanten Porträtbüsten könne das Haus die Entwicklung der Bildhauerei vom 15. bis zum 19. Jahrhundert abbilden.
Insgesamt existierten zwei Versionen von Houdons Bronzebüste: Neben der nun vom Liebieghaus auf dem Kunstmarkt erworbenen Skulptur befinde sich eine weitere Version in der Sammlung des Pariser Louvre. Geschaffen habe Jean-Antoine Houdon (1741 Versailles 1828 Paris) die Büste 1780 in der Blütenzeit seines Schaffens.
Die Qualität der Arbeit sei außergewöhnlich, so das Liebieghaus: "Wie kein anderer zeitgenössischer Bildhauer verstand es Houdon, die Züge seiner Modelle und deren Charakter zu erfassen." Zu sehen sein wird die Büste ab dem Spätherbst 2012.
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