Unter seiner Leitung hat sich das hr-Sinfonieorchester in den 80er Jahren international als eines der führenden Bruckner- und Mahler-Orchester etabliert. Eliahu Inbal erhält die Goetheplakette der Stadt Frankfurt.
Hintergrund
Die Stadt Frankfurt verleiht die Goetheplakette an Dichter, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler sowie andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens.
Der in Jerusalem geborene Inbal habe es als Dirigent internationaler Orchester stets verstanden, sein Publikum zu begeistern, heißt es in der Verleihungsurkunde. Eliahu Inbal leitete das hr-Sinfonieorchester, das zu seiner Zeit noch Radio-Sinfonie-Orchester (RSO) hieß, von 1974 bis 1990. Am Pult des RSO habe sich Inbal große Verdienste um die Qualität des Orchesters als auch um Frankfurt erworben, heißt es weiter.
Preisgekrönte Produktionen
In seiner Zeit als Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters zwischen 1974 und 1990 entstanden vielbeachtete Rundfunk- und Schallplattenproduktionen, darunter die preisgekrönten Ersteinspielungen der Urfassungen von Bruckners 3., 4. und 8. Sinfonie (Grand Prix du Disque), die erste CD-Gesamteinspielung aller Mahler-Sinfonien (Deutscher Schallplattenpreis) sowie Aufnahmen der Orchesterwerke von Berlioz, Schumann, Berg, Schönberg und Webern.
Weltweit auf Tournee
In der Ära Inbal wechselte das Orchester mit seinen Sinfoniekonzerten zudem erfolgreich vom Funkhaus am Dornbusch in die wiederaufgebaute Alte Oper und erreicht seitdem ein über doppelt so großes Publikum. Außerdem unternahm das hr-Sinfonieorchester mit Inbal auch seine ersten großen Tourneen in die Vereinigten Staaten und nach Japan, die das Renommee des Orchesters international nachhaltig stärkten.
Eliahu Inbal feierte am 16. Februar seinen 70. Geburtstag. Er leitet bis heute regelmäßig Konzerte des hr-Sinfonieorchesters und wurde 1996 durch den Orchestervorstand zum Ehrendirigenten ernannt. Eliahu Inbal leitet derzeit als Chefdirigent das Berliner Sinfonie-Orchester.