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Opernball Frankfurt

Promis, Pomp und Proteste

Rund 2.300 Gäste aus Politik und Unterhaltung kamen am Samstagabend zum Frankfurter Opernball - begleitet wurde die Veranstaltung von Protesten: Rund 500 Demonstranten forderten "Luxus für alle". Einige randalierten.
 

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Unter den rund 2.300 Gästen waren Regisseur Dieter Wedel sowie zahlreiche Schauspieler wie Jutta Speidel, Gudrun Landgrebe und Mark Keller. Altbundeskanzler Helmut Kohl - Schirmherr der Veranstaltung - nahm gegenüber von Hessens Ministerpräsident Roland Koch Platz, am selben Tisch saßen auch Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung sowie Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth.
 

Opernball Frankfurt: Promis, Pomp und Proteste 

 
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Der Schirmherr: Altkanzler Helmut Kohl mit seiner Lebensgefährtin Maike Richter (Bild:  dpa)
Der Schirmherr: Altkanzler Helmut Kohl mit seiner Lebensgefährtin Maike Richter
Das Motto des Balls lautete "Let's enjoy" (Lasst uns Freude haben). Die Eintrittspreise reichten bis 650 Euro. Der Erlös kommt der ZNS-Stiftung von Kohls verstorbener Frau Hannelore zu Gute.

Mehrere Randalierer festgenommen

Weniger glamourös war das, was sich vor der Fassade der historischen Alten Oper abspielte: Rund 500 linksgerichtete Demonstranten waren unter dem Motto "Gegen den Opernball 2006 - Luxus für alle" auf die Straße gegangen und protestierten unter anderem gegen Sozialabbau.

Die mit mehreren Hundertschaften angerückte Polizei hatte bis auf kleinere Rangeleien zunächst alles im Griff.
 

15 Festnahmen

Am Tag danach - eine zerspitterte Scheibe einer Edelboutique in der Frankfurter Innenstadt - eingeworfen von Randalierern. (Bild:  dpa)
Am Tag danach - eine zerspitterte Scheibe einer Edelboutique in der Frankfurter Innenstadt - eingeworfen von Randalierern.
Mehrere Demonstranten hätten vergeblich versucht, die Absperrgitter am Opernplatz zu überklettern oder Beamte getreten und geschlagen, hieß es. Erst als einige Kleingruppen in die City zogen, kam es dort zu Festnahmen. Die Polizei nahm 15 Menschen fest. Sie sollen Scheiben eingeschlagen, Mülltonnen in Brand gesetzt und Autos beschädigt haben. Außerdem wurden 48 Personen des Platzes verwiesen, berichtete Polizeisprecher Karlheinz Wagner am Montag. Von insgesamt 310 Demonstranten seien die Personalien festgestellt worden.

Verletzt wurde nach Erkenntnissen der Polizei niemand. Zu der Höhe des Schadens gab es zunächst keine Angaben. Alle Festgenommenen waren am Sonntagvormittag wieder auf freiem Fuß.
 
Redaktion: aba / roro
Bilder: © dpa (3)
Stand: 26.02.2006
 
 

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