hr-online Informationen aus Hessen
ARD.de Hilfe Feedback Chats und Foren
 

hr-Umfrage zu Studiengebühren

Mehr Beratung, keine neuen Profs

Frankfurter Universität (Bild:  picture-alliance/dpa)
Frankfurter Universität
Eigentlich sollten die geplanten Studiengebühren das Lehrangebot an den hessischen Universitäten verbessern. Eine aktuelle hr-Umfrage zeigt nun aber, dass die Hochschulen derzeit keine zusätzlichen Professoren einstellen.
 

Grund für die Zurückhaltung ist offenbar eine große Unsicherheit über die Höhe der Einnahmen der jeweiligen Hochschule. So rechnet die Uni Gießen mit rund 14.000 Gebührenzahlern, obwohl dort zur Zeit über 20.000 Studenten eingeschrieben sind. Laut Gesetz sind zehn Prozent der Studierenden wegen guter Leistung von der Zahlung zu befreien. Keine Gebühren müssen auch diejenigen zahlen, die an einer Doktorarbeit schreiben, Kinder haben, schwer krank sind oder Angehörige pflegen.

Insgesamt rechnen die hessischen Hochschulen mit Gebühreneinnahmen von unter 100 Millionen Euro im ersten Jahr. Laut Wissenschaftsministerium sollen die Gebühren dagegen rund 130 Millionen Euro zusätzlich in die Kassen spülen.
 

Unsichere Rechtslage

Bei der Befreiung aus sozialen Gründen haben die Hochschulen eigenen Entscheidungsspielraum. Während die Frankfurter Goethe-Universität von wenigen Härtefällen ausgeht, will Wiesbaden den Spielraum voll ausschöpfen. Die Hochschule werde so viele Studierende von der Gebührenpflicht befreien wie möglich, sagte deren Sprecher Ernst-Michael Stiegler dem hr.

Um die Studienbedingungen zu verbessern, wollen die Hochschulen zuerst den Service und die Beratung ausbauen. So planen beispielsweise die Fachhochschulen in Fulda und Gießen längere Öffnungszeiten der Bibliotheken. Die Uni Kassel möchte neue Studienberater einstellen, und die Uni Marburg erwägt, eine halbe Million Euro in die PC-Ausstattung zu investieren.

Beim eigentlichen Lehrangebot halten sich die Hochschulen mit Zusagen zurück. Zwar soll es überall mehr Lehrkräfte geben, dauerhafte Stellen wollen die Hochschulen aber nicht einrichten. Die meisten verweisen auf die unsichere Rechtslage. Die Sprecherin der Uni Kassel, Annette Ulbricht, sagte dem hr, zuerst müsse das Ergebnis der Verfassungsklage abgewartet werden, die SPD und Grüne beim Staatsgerichtshof eingereicht haben.
 
Redaktion: aba / TS
Bild: © picture-alliance/dpa
Stand: 15.04.2007
 
 

Service

 

RSS-Newsfeed

Alle Schlagzeilen
auf Ihrem Desktop

Mit dem RSS-Feed sind Sie immer über das Neueste aus Hessen informiert. Fügen Sie einfach den folgenden Link in Ihren RSS-Reader ein: [RSS-Link]

[Was ist ein RSS-Feed?]
 

Momentaufnahme

Schattenmann [mehr]
 

Landtag

Aktuelle Debatten aus Wiesbaden
[mehr]
 

Gewinnzahlen

LOTTO
10152234414936
Superzahl 2
Spiel 77 5273573
Super 6 290431
Ziehung 06.02.2010
ohne Gewähr
[mehr]

KENO
Infos zu KENO und täglich aktuelle Gewinnzahlen. [mehr]
 
 
hr-online enthält Links zu anderen Internetangeboten. Wir übernehmen keine Verantwortung für Inhalte fremder Webseiten.