Das Monsanto-Projekt gegen den Maiszünsler
Auf dem Feld im nordhessischen Niedermöllrich bei Wabern wollte Monsanto eine genmanipulierte Maissorte erproben, die gegen Schädlinge resistent sein soll. Dabei geht es vor allem um den Maiszünsler, einen kleinen Schmetterling. Seine Raupen überwintern in Kartoffel-, Hopfen- und Maisfeldern. Sie fressen Blüten, Stängel und Früchte der Pflanzen und verursachen so Schäden von bis zu einem Drittel der Ernte. Monsanto will die DNA der Pflanzen manipulieren. Durch die Veränderung soll der Mais ein Eiweiß produzieren, dass im Insektenmagen giftig ist. Im Magen von Warmblütern, also auch des Menschen, reagiere dieser Stoff nicht.
Monsanto verweist darauf, dass dieser Stoff auch im ökologischen Landbau eingesetzt werde. Mit den genmanipulierten Pflanzen müsse das Sekret nicht gespritzt werden. Stattdessen verfüge der Mais über einen eigenen und unbedenklichen Abwehrmechanismus. Gegner warnen hingegen, das Experiment mit der heimischen Natur könne außer Kontrolle geraten. Im Gegensatz zu chemischer Kontamination könne eine genetische nicht beseitigt werden. Zudem gefährde das Projekt Zehntausende Arbeitsplätze in der deutschen Biobranche.