Der Fuldaer Bürgermeister und Autor des Antrages, Wolfgang Dippel (CDU), sagte der "Welt", die Union stehe für Ehe und Familie und das solle auch so bleiben. Er ergänzte: "Wir grenzen uns in unserem Antrag ganz bewusst von der Politik einiger Abgeordneter und leider auch unserer Familienministerin Kristina Schröder ab, die in dieser Frage nicht auf dem Boden unseres Parteiprogrammes stehen."
"Wo bleibt das Konservative? Wo sind unsere Grundpositionen geblieben?", mit diesen Fragen hatte Dippel schon vor einigen Wochen die Unions-Spitze
kritisiert. Auch auf der CDU-Regionalkonferenz im Oktober in Fulda mit der Bundesvorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel, sprach er sich gegen die steuerliche Gleichstellung der "Homo-Ehe" aus.
Schröder: Mehr Rechte für "Homo-Ehen"
Die Kontroverse, wie mit eingetragenen Lebenspartnerschaften umgegangen werden soll, zieht sich quer durch die Union. So hatte sich auch die aus Wiesbaden stammende Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) in der Vergangenheit für eine Gleichstellung ausgesprochen. Eingetragene Lebenspartner würden Pflichten füreinander übernehmen, daher müssten sie auch Rechte bekommen, hatte Schröder zuletzt gesagt.