Die Verleihung des Ehrenbriefs an einen Republikaner-Abgeordeneten sorgt für Streit
Die Verleihung des Landesehrenbriefs an einen Republikaner-Politiker erhitzt weiter die Gemüter. Der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Spies fordert strengere Vergabekriterien.
Keine Landesehrung für Rechtsextremisten fasste Spies seine Kritik am Dienstag zusammen. Hintergrund ist die Verleihung des Ehrenbriefs an den Stadtallendorfer Kommunalpolitiker Manfred Thierau. Spies sprach von einer Ohrfeige in das Gesicht aller, die sich im Sport, in der Jugendarbeit, in sozialen und kulturellen Einrichtungen ehrenamtlich engagieren. Rechtsextreme Aktivitäten seien nicht auszeichnenswert. Der zuständige Landrat sei mit der Beurteilung offenkundig überfordert gewesen, die Regeln zur Verleihung des Ehrenbriefs müssten geändert werden.
Einstimmiger Beschluss
Vor Ort in Stadtallendorf scheint die SPD dieses Thema aber offenbar lockerer gesehen zu haben. Aus dem Protokoll der Stadtverordnetenversammlung geht hervor, dass alle Teilnehmer der Sitzung der Verleihung an Thierau zustimmten einschließlich der Sozialdemokraten.