Nach der Evolutionstheorie stammt der Mensch vom Affen ab.
Nach den Vorwürfen gegen zwei Gießener Schulen, fundamentalistische Lehren zu verbreiten, hat das Schulamt seine Überprüfungen am Dienstag abgeschlossen.
Der betroffene Lehrer des staatlichen Liebig-Gymnasiums habe zugesagt, missverständliche Äußerungen zu Glaubensfragen künftig zu unterlassen, teilte der Leiter des Gießener Schulamts, Heinz Kipp, mit. Der Pädagoge hatte in einem Beitrag des Fernsehsenders arte erklärt, in Biologie neben der Evolutionstheorie auch die Schöpfungslehre zu thematisieren und ein in Hessen nicht zugelassenes Lehrbuch zu verwenden. Auch dieses Buch werde er nicht mehr verwenden, sagte Kipp.
Der Schulamtsleiter wies allerdings darauf hin, dass Auseinandersetzungen mit religiösen oder philosophischen Aussagen im Biologieunterricht im Lehrplan ausdrücklich gewünscht seien.
"Privatschule handelt im Rahmen rechtlicher Vorgaben"
Die zweite überprüfte Schule, die private August-Hermann-Francke-Schule, bewege sich als Privatschule im Rahmen rechtlicher Vorgaben. Die Lehrpläne für Biologie würden erfüllt, sagte Kipp. Schulen in freier Trägerschaft können laut Schulgesetz den Lehrplan um besondere Inhalte erweitern, müssen aber dieselben wissenschaftlichen Ansprüche erfüllen wie staatliche.
Die Schulen waren nach einem Bericht des Fernsehsenders arte ins Gerede gekommen. In dem Beitrag hatten ehemalige Schüler und Eltern den Schulen vorgeworfen, statt der Evolutionstheorie den auf der biblischen Schöpfungslehre gründenden Kreationismus zu unterrichten.