Das Frankfurter Unternehmen Ferrero hat dem mächtigen Fußball-Weltverband FIFA eine empfindliche Niederlage beigebracht. Im Streit um die Markenrechte an der Fußball-WM 2006 entschied der Bundesgerichtshof zugunsten des Süßwarenherstellers.
Die obersten Richter lehnten am Donnerstag den Markenschutz für die Marke Fußball WM 2006 komplett ab, den der Verband für mehr als 860 Waren und Dienstleistungen hat eintragen lassen. Damit kann die FIFA die offiziellen WM-Sponsoren nicht davor bewahren, dass auch andere Unternehmen mit dieser Marke werben. Hinsichtlich der Marke "WM 2006" ordnete der BGH eine neuerliche Prüfung durch das Bundespatentgericht an. Das in diesem Punkt einen Markenschutz teilweise abgelehnt hatte.
Beim Lebensmittel-Konzern Ferrero zeigte man sich erfreut über das Urteil. Wir haben einen vollen Erfolg gehabt, sagte Justiziar Stephan Niessner. Was die FIFA haben wollte, das ging dann wohl doch etwas zu weit.
Ferrero habe mit seinem juristischen Vorgehen nicht den Eindruck erwecken wollen, offizieller Sponsor der Fußball-WM zu sein. Wir wollen das DFB-Team unterstützen, das machen wir seit 1982, sagte der Justiziar. An der Sammelbildaktion auf den Schokoriegeln werde Ferrero nichts ändern. Am Dienstag war der Firma bereits von den Richtern des Oberlandesgerichtes Hamburg gestattet worden, auf einem Schokoriegel mit dem Hinweis Unser DFB-Team Deutschland 2006 zu werben.