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Demonstration

Hand in Hand gegen Fluglärm

Menschenkette am Frankfurter Mainufer (Bild:  picture-alliance/dpa)
Tausende Demonstranten postierten sich am Frankfurter Mainufer.
Die Fluglärm-Gegner lassen nicht locker: Am Sonntag bildeten sie in Frankfurt eine vier Kilometer lange Menschenkette – von Oberrad bis Niederrad. Ihr Ziel ist die Schließung der neuen Landebahn.
 

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24.06.2012, 19:30 Uhr
Video: Menschenkette gegen Fluglärm 3:32 Min
(© hr | hessenschau, 24.06.2012)
Audio: Protest von Oberrad bis Niederrad 3:03 Min
(© Roman Warschauer, hr, 24.06.2012)
Mit dem wachsenden Fluglärm über Frankfurt wird auch der Protest am Boden lauter: Am Sonntagnachmittag sind Gegner des Flughafenausbaus erneut auf die Straße gegangen – oder vielmehr ans Mainufer. Zwischen Oberrad und Niederrad bildeten sie unter dem Motto "Hand in Hand für unsere Zukunft" auf der Sachsenhäuser Mainseite eine rund vier Kilometer lange Menschenkette.

La Ola von Oberrad nach Niederrad

Laut Veranstalter beteiligten sich daran rund 8.000 Menschen, die Polizei sprach von 4.000 Teilnehmern. "Die Kette war von Oberrad bis Niederrad geschlossen", freute sich Mela Krauß von der Bürgerinitiative "Eintracht gegen Fluglärm". Sogar eine La-Ola-Welle entlang der Menschenkette habe geklappt.

Symbolisch sollten durch die Aktion die Stadtteile Oberrad, Sachsenhausen und Niederrad miteinander verbunden werden. Dort ist die Lärmbelastung mit der neuen Landebahn deutlich gestiegen. An der Demonstration beteiligten sich aber auch viele Menschen aus dem gesamten Rhein-Main–Gebiet – etwa aus Mainz, dem Taunus oder Offenbach und Hanau. Zum Abschluss der Menschenkette versammelten sich die Demonstranten noch zu einer Kundgebung auf der Frankfurter Untermainbrücke.
 

Fluglärmgegner bilden Menschenkette 

 
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Bürgerinitiativen fordern längeres Flugverbot

Initiatoren der Aktion waren acht Frankfurter Bürgerinitiativen. Sie fordern unter anderem die Stilllegung der neuen Landebahn, ein Flugverbot zwischen 22 und 6 Uhr und eine Deckelung der Flugbewegungen.

Unterstützung bekamen die Initiativen bereits im Vorfeld von den Grünen. "Die Landesregierung muss endlich erkennen, dass die Grenzen des Wachstums am Frankfurter Flughafen längst überschritten sind", erklärte der Frankfurter Grünen-Vorstand und Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour. "Die Gesundheit der Menschen muss über wirtschaftlichen Belangen stehen."
 

Grüne kritisieren "Planklarstellung"

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Die Grünen kritisierten insbesondere die von dem kürzlich zurückgetretenen Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) initiierte "Planklarstellung" zum Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen zwischen 23 und 5 Uhr. Dies sei kein rechtssicheres Verfahren, zumal die Öffentlichkeit nicht beteiligt und die Urteilsbegründung des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts noch nicht vorläge.

Die Grünen im Landtag hatten ebenfalls zur Unterstützung der Menschenkette aufgerufen. "Der Lärm am Tag geht nicht zurück, die Zahl der Nachtflüge im Mai stieg auf ein Rekordhoch, Ausnahmen vom Nachtflugverbot werden in Frankfurt zur Regel", erklärten die Landesvorsitzenden Kordula Schulz-Asche und Tarek Al-Wazir. "Das kann und darf nicht sein."
 
Redaktion: anbu / woje
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 24.06.2012, 21:32 Uhr
 
 

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