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24.05.2012

"Wendland des Antikapitalismus"

Blockupy-Bündnis will weitermachen

Demonstranten ziehen durch die Frankfurter Innenstadt. (Bild:  picture-alliance/dpa)
Menschen aus ganz Deutschland nahmen am Protestmarsch in Frankfurt teil.
Eine Woche nach den Blockupy-Protesten hat das globalisierungskritische Bündnis eine positive Bilanz gezogen – trotz der Verbote. Gleichzeitig kündigten die Aktivisten ihre Rückkehr nach Frankfurt an.
 
Video: Blockupy zieht Bilanz 2:59 Min
(© hr | hessenschau, 24.05.2012)
Audio: Blockupy-Proteste: Bürger ziehen Bilanz 2:55 Min
(© Katharina Wilhelm/ hr, 24.05.2012)
Auch wenn nahezu alle Blockupy-Aktionen zuletzt von höchster Instanz verboten wurden - die Organisatoren wollen sich nicht entmutigen lassen: "Wir haben im Bündnis beschlossen, dass es weitergeht", sagte der Landesvorsitzende der Linkspartei, Ulrich Wilken, am Donnerstag in Wiesbaden. Im Herbst sei ein kapitalismuskritischer Kongress in Frankfurt geplant.

Wilken erwarte, dass die Stadt als Entschädigung für die verhängten Veranstaltungsverbote kostenlose Räume dafür zur Verfügung stelle. Wenn nicht, werde man die Veranstaltungen wieder an zwölf Standorten anmelden und in Zelten durchführen.
 

Linke: Proteste lassen sich nicht verbieten

Trotz des Verbots fast aller Protestkundgebungen waren in der vergangenen Woche tausende Demonstranten nach Frankfurt gekommen. Als Höhepunkt demonstrierten am Samstag mehr als 20.000 Menschen friedlich gegen die Macht der Banken . Die Großdemo war die einzige Veranstaltung, die von den Gerichten genehmigt worden war.

Mit Blick auf den Verlauf der Blockupy-Proteste übte Wilken heftige Kritik am Verhalten der Polizei. Dass fast 1.500 Menschen - ohne Einzelfallprüfung durch einen Richter - in Gewahrsam kamen, stelle Freiheitsberaubung im Amt dar, so Wilken. Auch ließen sich Proteste "gegen fatale soziale und demokratische Fehlentwicklungen" nicht verbieten: "Egal ob in Madrid, Athen oder Frankfurt - die Menschen wehren sich gegen Spardiktate und Bankenmacht. Das ist die erfreuliche Bilanz nach den Ereignissen der letzten Tage."
 

Frankfurt als "Wendland des Antikapitalismus"

Neben der Linkspartei gehören auch das linksradikale Bündnis Interventionistische Linke und das globalisierungskritische Netzwerk Attac sowie die Grüne Jugend zum Blockupy-Bündnis. Die Interventionistische Linke will Frankfurt künftig "zu einem Wendland des Antikapitalismus machen", sagte ein Sprecher mit Blick auf die seit Jahrzehnten andauernden Proteste gegen Castor-Transporte in Niedersachsen.
 
Redaktion: meve
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 24.05.2012, 17:27 Uhr
 
 

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