In einer Aktuellen Stunde im Landtag nannte Schäfer-Gümbel Kochs Wunsch nach einem Wechsel des ZDF-Chefredakteurs von Koch mit sinkenden Quoten der ZDF-Nachrichtensendungen begründet den "schlimmsten Angriff auf die freie Presse seit Jahrzehnten". Koch hatte als stellvertretender Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrats in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) öffentlich Kritik an Brenders Arbeit geübt und seine Vertragsverlängerung in Frage gestellt.
Schäfer-Gümbel forderte, "nicht Herr Brender sollte gehen, sondern Sie, Herr Koch". Der Ministerpräsident könne den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht leiten wie die Staatskanzlei und im ZDF agieren "wie ein Politkommissar". Die Berufung Kochs auf sinkende Quoten im ZDF sei ein "reines Zahlenspiel, um die kochschen Machtspiele zu kaschieren". ZDF und Hessischer Rundfunk seien nicht die persönliche Spielwiese des Ministerpräsidenten. "Wir brauchen keinen Silvio Koch", sagte der aufgebrachte Schäfer-Gümbel in Anspielung auf den italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi, der wegen seines Einflusses auf die italienischen Medien in der Kritik steht.