Der Feinstaub-Grenzwert wird 2012 in Hessen nicht überschritten.
Die Belastung der Luft mit Feinstaub hat in Hessen im zu Ende gehenden Jahr nachgelassen. In einigen Kommunen werden die EU-Richtlinien aber immer noch zeitweise überschritten.
Nirgendwo an den 31 Messstationen im Land wird die durchschnittliche Tagesbelastung von 50 Mikrogramm an mehr als 35 Tagen überschritten. Das geht aus den aktuellen Messwerten des Landesamtes für Umwelt und Geologie hervor, die am Montag in Wiesbaden veröffentlicht worden sind.
Frankfurt am stärksten belastet
Damit werde die entsprechende EU-Richtlinie überall erfüllt, so das Landesamt. Im vergangenen Jahr hatte die Feinstaubbelastung in Darmstadt noch an 40 Tagen und in Frankfurt an 42 Tagen über dem Grenzwert gelegen. In diesem Jahr kam es in Frankfurt nur zu 19 Überschreitungen. Die Mainmetropole bleibt aber trotz Umweltzone weiter die am höchsten mit Feinstaub belastete hessische Kommune. Seit Jahresbeginn gilt im innerstädtischen Bereich die dritte Stufe der Umweltzone: Nur noch Autos mit einer grünen Plakette dürfen dort unterwegs sein.
In Darmstadt gab es diesmal 15 Tage mit Grenzwertüberschreitungen, in Kassel und Reinheim 13. Am saubersten war die Luft auf der Wasserkuppe in der Rhön und auf dem Feldberg im Taunus, wo die Tagesbelastung sämtlich unter den Kriterien der EU-Richtlinie lag. Die Hauptquellen des Feinstaubs sind Verkehr, Heizungen und Industrieanlagen. Die Staubpartikel können Entzündungen, Asthma oder Krebs auslösen.