Aus Protest gegen die Ereignisse in Griechenland sind in der Nacht zum Freitag in Frankfurt etwa 180 Anhänger der linken Szene auf die Straße gegangen. Es kam zu Ausschreitungen, Streifenwagen wurden beschädigt.
Gegen 22.30 Uhr versammelten sich in Frankfurt- Bockenheim rund 180 Demonstranten auf dem Uni-Campus. Unter den Studenten waren nach Angaben der Polizei auch zahlreiche Autonome. Sie zogen gemeinsam zum Griechischen Generalkonsulat und wieder zurück. Schon während des Demonstrationszugs wurden Böller und Leuchtraketen gezündet.
Am Ende flogen Steine
Während der unangemeldeten Protestaktion spaltete sich auf dem Campus-Gelände eine Gruppe von etwa 60 Demonstranten ab und rannte in die Adalbertstraße, wo mit Mülltonnen und Warnbaken Barrikaden gebaut wurden. Aus der Menge heraus wurden Steine, Farbbeutel und Flaschen auf die Einsatzkräfte sowie auf Polizeifahrzeuge geworfen. Die Demonstranten waren zum Teil vermummt. Drei Wagen wurden während der etwa eineinhalbstündigen Demonstration beschädigt. Verletzt wurde aber niemand. Die Polizei nahm mehrere Personen vorläufig fest.
Die Demonstranten hatten sich offenbar im Vorfeld über das Internet verabredet. So konnte sich die Polizei vorbereiten und war mit starken Kräften vor Ort. Der Schutz des Konsulats sei schon nach Beginn der Krawalle in Griechenland verstärkt worden, betonte die Polizei. Die Ausschreitungen in Athen waren durch den Tod eines Jugendlichen ausgelöst worden, der durch eine Polizeikugel starb.