Neben der Skulptur "Bulle und Bär" gab es am Freitag auch ein Schwein auf dem Platz vor der Börse zu sehen: Bauernverbands-Präsident Gerd Sonnleitner präsentierte die Sau Josi, die auf dem Rücken die Aufschrift trug: "Banken haben Schwein gehabt." Mit der Aktion sollte auf "die existenzbedrohende Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben" hingewiesen werden. Auf Transparenten beklagten die Landwirte: "Danke, Banker haben Rettungsschirme, Bauern Finanzlöcher." Nach einer Sternfahrt mit 200 Treckern versammelten sich nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) rund 2.500 Bauern aus mehreren Bundesländern zu einer Kundgebung auf dem Opernplatz.
Die Landwirte aus Hessen und benachbarten Bundesländern wollen mit der Demonstration auf ihre schlechte wirtschaftliche Lage aufmerksam machen. "Nicht nur Opel, Commerzbank und Karstadt stehen auf dem Spiel, auch eine von Bauern getragene mittelständische und ländliche Wirtschaft", sagte Sonnleitner vor den Demonstranten mit Fingerzeig auf die nahen Bankentürme.
Neben 25.000 Opel-Mitarbeitern und 50.000 Karstadt-Beschäftigten seien auch 380.000 landwirtschaftliche Betriebe und ihre Familien in Deutschland systemrelevant. Die Landwirtschaft fordere deshalb bei steigenden Kosten und sinkenden Preisen für Milch, Getreide und Raps ein Konjunkturpaket, wie es für die Banken geschnürt wurde, so der Bauernverband.
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