Der angedrohte Streik hat keine finanziellen Folgen für die Lotsen.
Rückschlag für Lufthansa und Co., Aufatmen bei der Gewerkschaft: Nach dem angedrohten Lotsenstreik im vergangenen Sommer gibt es für die Fluggesellschaften keinen Schadenersatz.
Eine entsprechende Klage von Lufthansa, Air Berlin und Ryanair wurde am Donnerstag vom Arbeitsgericht Frankfurt abgewiesen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) müsse wegen der Streikaufrufe keinen Schadenersatz zahlen, urteilte das Gericht.
Die drei Fluglinien hatten insgesamt 3,2 Millionen Euro von den Arbeitnehmervertretern gefordert. Die GdF hatte im August 2011 während eines Arbeitskampfes bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) zweimal einen Streik ausgerufen. Zu dem Ausstand kam es aber letztlich nicht, weil in letzter Sekunde die Schlichtung angerufen wurde.
Berufung angekündigt
Die Airlines erhoben dennoch Forderungen in Millionenhöhe. Alleine die Androhung habe dazu geführt, dass zahlreiche Kunden abgesprungen seien. Zudem seien zusätzliche Planungskosten entstanden. Airlines-Anwalt Thomas Ubber kündigte an, dass die Fluglinien nach einer Prüfung des Urteils aller Wahrscheinlichkeit nach in Berufung gehen würden.