Trotz des Insolvenzantrags sei das Ziel, den Geschäftsbetrieb derzeit fortzuführen, teilte der Eigentümer der "Frankfurter Rundschau" am Dienstag mit. Die Gehälter der Mitarbeiter seien bis Ende Januar 2013 durch das Insolvenzgeld abgesichert. Bis dahin soll offenbar die Zeitung auch noch erscheinen.
Am Nachmittag wurde die Belegschaft von den Eigentümern - dem Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg (MDS) und der SPD-Medienholding DDVG - informiert. "Eine sich nunmehr abzeichnende dauerhafte Finanzierung hoher Verluste ist aber sowohl für MDS als auch die DDVG nicht länger darstellbar", erklärten die Eigentümer in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Im ersten Halbjahr habe der Verlag massiv Umsätze mit Anzeigen und im Druckgeschäft verloren. Auch die Auflage war in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Im dritten Quartal 2012 verkaufte das überregionale Blatt nach Branchenangaben durchschnittlich knapp 118.000 Exemplare pro Tag. Vor zehn Jahren waren es noch gut 183.000. Der Jahresverlust der "FR" soll zuletzt bei 16 Millionen Euro gelegen haben.
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