Die Stadtverordneten stimmten am Freitagabend dafür, eine solche Steuer auf sexuelle Dienstleistungen einzuführen. Vorbild sind zahlreiche Städte in Nordrhein-Westfalen, auch in Frankfurt und Friedrichsdorf (Hochtaunus) besteht eine solche Abgabe. Im Antrag der Dietzenbacher CDU-Fraktion werden Details aufgeführt, was künftig unter käuflichen und zugleich steuerpflichtigen Sex fällt:
- Striptease-Vorführungen und Darbietungen ähnlicher Art
- Vorführungen von pornografischen und ähnlichen Filmen oder Bildern, auch in Kabinen
- Sexuelle Vergnügen jeder Art in Bars, Bordellen, Swinger-Clubs oder ähnlich Einrichtungen.
CDU-Fraktionschef Helmut Butterweck begründete den Schritt mit den Überlegungen der Stadt, unter den kommunalen Schutzschirm des Landes zu schlüpfen. Es gehe darum, zusätzliche Einnahmen zu erzielen, wird Butterweck in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ, Montag) zitiert. Die Stadt könne auf 65.000 bis 90.000 Euro hoffen. Das horizontale Gewerbe soll künftig fünf Euro pro zehn Quadratmeter zahlen jeden Tag. Dabei ist die Rotlicht-Szene in Dietzenbach überschaubar. In der Kreisstadt gibt es offiziell nur zwei Etablissements, bei denen die Steuer greifen könnte.