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31.01.2013

Facebook-Initiative

BER soll Bembelport werden

So werben die Kelterer auf Facebook für ihre Aktion. (Bild: Screenshot)
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So werben die Kelterer auf Facebook für ihre Aktion.
Mit Ex-Fraport-Chef Wilhelm Bender soll nun schon der zweite Frankfurter den Berliner Pannen-Flughafen retten. Höchste Zeit für einen neuen Airport-Namen, meint eine hessische Facebook-Initiative: "BEM statt BER".
 
"Immer mehr Hessen müssen den Berliner Flughafen retten", heißt es seit Donnerstagnachmittag auf der Facebook-Seite des Verbandes der hessischen Apfelwein-Kelterer. Darum solle jeder im sozialen Netzwerk seine Zustimmung signalisieren, der auch für die Umbenennung des Hauptstadtflughafens in Bembelport Berlin sei. Das internationale Kürzel für den Airport liefert der Verband gleich mit: BEM statt BER.

Anlass für die Aktion: Der frühere Chefplaner des Frankfurter Flughafens, Horst Amann, arbeitet schon auf der Krisen-Baustelle. Seit Donnerstag ist nun auch noch der frühere Fraport-Chef Wilhelm Bender als neuer Flughafen-Chef im Gespräch. Eine eigene Erklärung, warum ausgerechnet Hessen den Berliner Flughafen flott machen könnten, liefern die Kelterer gleich mit: "Apfelwein macht schlau", glauben sie.

Nicht lieber HAN für Handkäs?

Auf Facebook wurde die BEM-statt-BER-Initiative am Donnerstag innerhalb weniger Stunden von dutzenden hessischen Nutzern mit einem "Gefällt mir" versehen oder kommentiert: "Ei unn wie!!!", "Bembelpower" oder "Berlin, Berlin - wir fliegen nach Berlin!", waren als Schlachtrufe zu lesen.

Ein Nutzer gab allerdings zu bedenken, Bembel stehe doch für was Gutes. "Dann lieber HAN für Handkäs, der duht aach bis zum Himmel stinke."
 

Ein Flugzeug voller Bembel?

Der Geschäftsführer des Apfelwein-Verbandes, Steffen Ball, lässt sich nicht beirren. Als Initiator der augenzwinkernden Aktion weiß er, dass Apfelwein in Berlin bereits an Zuneigung gewonnen hat. In rund 100 Berliner Kneipen werde bereits Apfelwein ausgeschenkt, so Ball zu hr-online. Das liege zum einen an den vielen Exil-Hessen in der Hauptstadt, aber auch daran, dass Berlin Probemarkt für Mix-Getränke ist - bei deren Entwicklung die Berliner offenbar erfolgreicher sind als beim Flughafen-Bau.

Rund 40 Millionen Liter Apfelwein produzieren die im Verband organisierten 50 Keltereien jedes Jahr. Den mit Spott schon reichlich versorgten Flughafen-Verantwortlichen in Berlin wollen sie den Vorschlag "BEM statt BER" mit einem besonderen Angebot schmackhaft machen. Geschäftsführer Ball verriet hr-online: "Natürlich würden wir dann mit einem Flugzeug voller Bembel den neuen Flughafen eröffnen."
 
Redaktion: frbe / end
Bild: © Screenshot
Letzte Aktualisierung: 31.01.2013, 15:58 Uhr
 
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