Ausnahmen vom Nachtflugverbot
Bei unvorhersehbaren Ereignissen wie dem Unwetter am Donnerstag können Fluggesellschaften ausnahmsweise auch Starts nach 23 Uhr beantragen ab 0 Uhr geht dann aber außer in Notfällen nichts mehr. Im Mai starteten und landeten mehr als 200 Flieger verspätet. Fluglärm-Gegnern geht das zu weit. Sie fordern ein striktes Nachtflugverbot. Flughafenbetreiber Fraport verlangt dagegen mehr Flexibilität. Eine zu strikte Auslegung der 23-Uhr-Frist schade auf Dauer dem Image des Weltflughafens. Wegen des Verbots hätten inzwischen mehr als 14.000 Passagiere unfreiwillig in Frankfurt übernachtet. Wiederholt musste die Polizei aufgebrachte Passagiere beruhigen in der Vergangenheit zum Beispiel 40 Fluggäste mit dem Ziel Ukraine. Die Reisenden mussten gleich zwei Nächte auf dem Flughafen verbringen. Sie weigerten sich in der zweiten Nacht, die Maschine wieder zu verlassen.