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8.11.2009

H1N1 nachgewiesen

Tote Schülerin hatte Schweinegrippe

Das H1N1-Virus breitet sich aus. (Bild:  colourbox.com)
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Das H1N1-Virus breitet sich aus.
Das 15-jährige Kasseler Mädchen, das am Donnerstag gestorben ist, hatte die Schweinegrippe. Derzeit gibt es aber keinen Hinweis darauf, dass das H1N1-Virus den Tod verursacht hat. Einen Impfboom hat der Fall nicht ausgelöst.
 

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Schweinegrippe: Auch nach Todesfall kein Impfboom 3:55 Min
(© hr | hessenschau, 08.11.2009)

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Das Mädchen sei an den Folgen einer Herzmuskelentzündung gestorben, teilte der behandelnde Oberarzt Thomas Fischer vom Klinikum in Kassel am Samstag mit. Diese Entzündung könne auch durch Grippeviren verursacht werden. Ob in dem Fall der verstorbenen Schülerin das H1N1-Virus für die Erkrankung verantwortlich sei, könne man noch nicht sagen.

Ein Sprecher der Stadt Kassel sagte, es gebe derzeit "keinen Hinweis darauf, dass die Schülerin an der Schweinegrippe gestorben ist". Anfang kommender Woche soll es weitere Untersuchungen geben, um die Todesursache weiter einzugrenzen. Mit den Ergebnissen könne bis Mitte der Woche gerechnet werden.

Die Schülerin war am Donnerstag in einem sehr kritischen Zustand im Klinikum Kassel aufgenommen worden. Das Mädchen, das die Hegelsbergschule in Kassel besuchte, verstarb laut Klinikum innerhalb weniger Stunden. Zuvor habe sie wegen einer Erkältung beim Unterricht gefehlt.
 

Hegelsbergschule schließt für zwei Tage

Nach dem Tod des Mädchens wurden alle 630 Schüler der Hegelsbergschule nach Hause geschickt - nach offiziellen Aussagen aus Trauer, nicht als Vorsichtsmaßnahme. An ihrer Schule hatte es bereits zwei bestätigte Fälle von Schweinegrippe gegeben.

Die Schulleitung entschied am Wochenende, dass der Unterricht am Montag und Dienstag ausfällt. Den Eltern soll damit die Gelegenheit gegeben werden, sich über die Umstände des Todes der 15-Jährigen zu informieren. Die Schüler sollen Zeit bekommen, sich von ihrer Mitschülerin zu verabschieden.

Familienangehörige, Mitschüler und Freunde der verstorbenen Schülerin wurden aufgefordert, sich im Fall grippetypischer Beschwerden bei ihrem Arzt zu melden.
 

Weiterhin wenig Lust auf Impfung

In eine Impfpanik verfallen die Menschen wegen des Todesfalles nicht, im Gegenteil. Eine Umfrage der hessenschau unter Kasseler Bürgern zeichnet ein eindeutiges Bild: Die überwiegende Mehrheit der Befragten lehnt es weiterhin ab, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen.

In den Äußerungen ist immer wieder das Wort von der Panikmache zu hören. Diejenigen, die sich impfen lassen wollen, tun dies nach eigenem Bekunden vor allem deshalb, weil bei ihnen Vorerkrankungen vorhanden sind. Ein Impfboom würde auch zu logistischen Problemen führen. Derzeit reicht der Impfstoff kaum, um die vorhandene Nachfrage zu bedienen.
 
Redaktion: suma / woje
Bild: © colourbox.com
 
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