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7.12.2012

40 Tiere getötet

Erster Vogelgrippe-Alarm im Stall

 (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
Im Geflügelstall eines Hobbyzüchters in Hofgeismar ist das Vogelgrippevirus festgestellt worden. 40 Tiere wurden getötet. Der Kreis richtete eine Überwachungszone ein. Es ist der erste Fall dieser Art in Hessen.
 
Das Vogelgrippevirus war durch das hessische Landeslabor festgestellt worden. Der Züchter aus Hofgeismar-Hombressen (Kassel) hatte eine Probe eingeschickt, weil er seine Tiere auf einer Geflügelmesse in Leipzig ausstellen wollte. Dazu war der Test vorgeschrieben. Nach Angaben des Umweltministeriums vom Freitag handelt es sich um den ersten Vogelgrippe-Fall in einem Bestand in Hessen. Zuvor sei das Virus im Land nur bei Wildtieren festgestellt worden, sagte ein Sprecher zu hr-online.

Nach Angaben des Landratsamtes in Kassel wurden nach der Diagnose 11 Gänse, 25 Enten und 4 Hühner aus dem Stall getötet. Die 50 Tauben des Halters durften am Leben bleiben, weil sie in einer abgeschlossenen Freiluftvoliere leben.
 

Weniger ansteckende Variante

Information

Info-Telefon

Zur Information der Bevölkerung hat der Kreis Kassel ein Info-Telefon eingerichtet:

0561/1003-3300
Es handele sich um eine weniger ansteckende Variante des Virus, teilte das Landratsamt mit. Der Sprecher des Ministeriums sagte: "Hinweise auf eine weitere Verbreitung des Erregers von diesem Bestand liegen nicht vor." Der Betrieb gebe kein Geflügel ab. Für Menschen bestehe keine Gefahr.

Um den betroffenen Betrieb wurde eine ein Kilometer große Überwachungszone eingerichtet. Hier darf kein Geflügel transportiert werden. Tiere müssen in überdachten Gehegen leben. Betroffen sind 39 weitere Halter mit 783 Tieren.

Vize-Landrätin appelliert: "Ruhe bewahren"

Vize-Landrätin Susanne Seibert appellierte an die Halter, "Ruhe zu bewahren". In allen Ställen würden Proben genommen. Die Sperrung werde aufgehoben, wenn die Ergebnisse drei Wochen nach Reinigung und Desinfektion des Betriebs negativ seien.

Die meldepflichtige Vogelgrippe wird durch Influenza A-Viren ausgelöst. Beim aktuellen Fall handele es sich um den Subtyp H5, dessen krankmachende Eigenschaften bei Geflügel von den Behörden als niedrig bezeichnet werden. Auch die weniger ansteckende Variante wird aber getestet und bekämpft, weil aus ihr die gefährlichere Variante hervorgehen kann. Der Befund des Landeslabors war vom zuständigen bundesweiten Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems bestätigt worden.

In Deutschland war das Virus laut FLI zuletzt vor rund vier Jahren auf einem Nutzgeflügelhof in Sachsen aufgetreten. Bei Wildvögeln sei dieser Erreger nicht ungewöhnlich.
 
Redaktion: frbe
Bild: © picture-alliance/dpa - Archiv
Letzte Aktualisierung: 7.12.2012, 13:29 Uhr
 
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