Zusammengeschobene Lastwagen, aufgeplatzte Airbags, geborstene Glasscheiben: Nach der Massenkarambolage glich die A45 am Nachmittag auf einer Länge von einem Kilometer einem Trümmerfeld. Die Unfallserie hatte sich am Mittag in der Nähe der Anschlusstelle Wölfersheim (Wetterau) Richtung Hanau ereignet.
Es dauerte lange, bis die Polizei einen Überblick hatte und wusste, wie viele Fahrzeuge an dem Serienunfall beteiligt waren und wie viele Menschen verletzt wurden. Am Abend stand fest: Alleine an der Hauptunfallstelle krachten 103 Fahrzeuge auf- und eineinander, darunter 80 Personenwagen, 20 Lastwagen und drei Sprinter. Dabei wurden 30 Menschen so sehr verletzt, dass sie in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten. Sechs von ihnen seien schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher.
Viele Nachfolge-Unfälle
Die Uni-Klinik in Gießen nahm nach eigenen Angaben zehn Unfallopfer auf. Nach den ersten Meldungen habe man einen vorsorglich Krisenplan aktiviert und alle Ärzte und Pfleger alarmiert, sagte ein Sprecher. Dann stellte sich heraus, dass es weniger schlimm gekommen war als befürchtet. Einen für Mittwoch geplanten Streik an der privatisierten Einrichtung blies die Gewerksckaft Verdi wegen des Unfalls und der Folgen ab.
Die Zahl der Verletzten und der beschädigten Fahrzeuge wird laut Polizei noch steigen. Denn in Folge der großen Karambolage kam es nach Angaben der Polizei noch zu weiteren, kleineren Zusammenstößen. Wieviele es waren, war bis zum Abend nicht bekannt war.
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (19 Bilder)