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Bergungsarbeiten am Abend auf der A45 (Bild:  Michael Seeboth/hr)
Bergungsarbeiten am Abend auf der A45

Rund 100 Fahrzeuge beteiligt

Massenkarambolage auf der A45

Bei einem Serienunfall in dichtem Schneetreiben auf der A45 in der Wetterau sind am Mittag rund 100 Fahrzeuge zusammengestoßen. Mindestens 30 Menschen wurden verletzt, sechs davon schwer. Die Autobahn wurde voll gesperrt.
 

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12.03.2013, 19:30 Uhr
Video: Massenkarambolage auf der A45 3:10 Min
(© hr | hessenschau, 12.03.2013)

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Zusammengeschobene Lastwagen, aufgeplatzte Airbags, geborstene Glasscheiben: Nach der Massenkarambolage glich die A45 am Nachmittag auf einer Länge von einem Kilometer einem Trümmerfeld. Die Unfallserie hatte sich am Mittag in der Nähe der Anschlusstelle Wölfersheim (Wetterau) Richtung Hanau ereignet.

Es dauerte lange, bis die Polizei einen Überblick hatte und wusste, wie viele Fahrzeuge an dem Serienunfall beteiligt waren und wie viele Menschen verletzt wurden. Am Abend stand fest: Alleine an der Hauptunfallstelle krachten 103 Fahrzeuge auf- und eineinander, darunter 80 Personenwagen, 20 Lastwagen und drei Sprinter. Dabei wurden 30 Menschen so sehr verletzt, dass sie in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten. Sechs von ihnen seien schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher.

Viele Nachfolge-Unfälle

Die Uni-Klinik in Gießen nahm nach eigenen Angaben zehn Unfallopfer auf. Nach den ersten Meldungen habe man einen vorsorglich Krisenplan aktiviert und alle Ärzte und Pfleger alarmiert, sagte ein Sprecher. Dann stellte sich heraus, dass es weniger schlimm gekommen war als befürchtet. Einen für Mittwoch geplanten Streik an der privatisierten Einrichtung blies die Gewerksckaft Verdi wegen des Unfalls und der Folgen ab.

Die Zahl der Verletzten und der beschädigten Fahrzeuge wird laut Polizei noch steigen. Denn in Folge der großen Karambolage kam es nach Angaben der Polizei noch zu weiteren, kleineren Zusammenstößen. Wieviele es waren, war bis zum Abend nicht bekannt war.
 

Dutzende Verletzte bei Unfallserie 

 
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"Während der Unfallserie war die Fahrbahn schneebedeckt und glatt. Außerdem hat es stark geschneit", sagte Erwin Müller, Sprecher der Friedberger Polizei, zu hr-online. Die Sicht sei äußerst schlecht gewesen: "Ich habe nur noch die Warnblinkanlage angemacht, dann war es auch schon rum", sagte ein Autofahrer, der mit einigen blauen Flecken davonkam.

Es seien rund 100 Polizisten, 80 Feuerwehrleute und zehn Notärzte im Einsatz, berichtete die Polizei. Für die Helfer war es Schwerstarbeit. Alleine vier Menschen waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt worden und mussten von der Feuerwehr befreit werden.

"Ziemlich verkeilt und schwer zugänglich"

Für die Rettungskräfte war es schwer, mit den Wagen zu den betroffenen Autofahrern durchzukommen, viele Sanitäter waren zum Teil zu Fuß zu den Autowracks unterwegs. "Es ist alles ziemlich verkeilt und schwer zugänglich", erklärte Hagen Vetter vom Katastrophenschutz des Wetteraukreises dem hr. Einen solchen Massenunfall habe es in der Region noch nie gegeben. "Das ist auch für uns Neuland", sagte Vetter. Die Unfallopfer sollten zunächst in beheizten Zelten versorgt werden.

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten werden laut Polizei wahrscheinlich noch "bis in die Nacht gehen". So lange werde vermutlich auch die Sperrung der Autobahn andauern. "Der Rückstau dehnt sich immer noch aus. Wir rechnen damit, dass bald vom Hanauer Kreuz bis zum Gambacher Kreuz gar nichts mehr geht", befürchtet Polizeisprecher Müller.

Auch auf den regionalen Umleitungsstrecken rund um die Wetterauer A45-Abfahrten Wölfersheim und Florstadt herrschten chaotische Zustände. Die Sperrung wird sich nach Vermutung der Polizei auch auf andere Autobahnen im Rhein-Main-Gebiet auswirken. Viele Fahrer würden versuchen, die Unfallstelle zum Beispiel über das Frankfurter Kreuz großräumig zu umfahren.
 
Redaktion: wotu / aba
Letzte Aktualisierung: 12.03.2013, 23:03 Uhr
 
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