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16.12.2012

Tod im Jugendzentrum

21-Jähriger auf Feier erstochen

Der Eingang des "Gelben Hauses", in dem sich das Jugendzentrum befindet, war am Montag abgesperrt. (Bild: hr1/ Philipp Wellhöfer )
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Der Eingang des "Gelben Hauses", in dem sich das Jugendzentrum befindet, war am Montag abgesperrt.
Die Staatsanwaltschaft will am Montag mehr zu den tödlichen Messerstichen in einem Schottener Jugendzentrum mitteilen. Ein 21-Jähriger war in der Nacht zum Sonntag auf einer Feier erstochen worden. Der mutmaßliche Täter soll nicht eingeladen gewesen sein.
 
Details über die tödlichen Stiche im Schottener Jugendzentrum in der Nacht zum Sonntag will die Staatsanwaltschaft Gießen am Montag mitteilen. Am Vormittag wurde die Leiche des Opfers gerichtsmedizinisch untersucht. Am Sonntag schilderten die Ermittler den Fall in einer ersten Mitteilung so: In dem Raum oberhalb der Stadtbibliothek war es während einer Geburtstagsfeier um kurz nach Mitternacht zu einem Streit zwischen mehreren Gästen gekommen. "Die Streitigkeit eskalierte und ein Täter stach einen 21-Jährigen aus dem Raum Schotten nieder."

Das Opfer sei im Krankenhaus seinen schweren Stichverletzungen erlegen. Während des Messerangriffs seien drei weitere Gäste im Alter zwischen 17 und 19 Jahren zum Teil schwer verletzt worden. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei nahm nach Hinweisen von Zeugen einen tatverdächtigen Jugendlichen fest. Über Hintergründe und Hergang der Tat machten Staatsanwaltschaft und Polizei keine Angaben.

Montag früh war der Eingang zu dem Gebäude in der Kleinstadt abgesperrt. Trauernde brachten Kerzen und Blumen zum Tatort, darunter auch Schüler, die selbst am Samstag auf der Party waren. "Ich versuche, so gut es geht die Bilder aus meinem Kopf zu bekommen", sagte ein Mädchen dem hr-Hörfunk.
 

Bürgermeisterin: Sehr junger Täter war nicht eingeladen

Trauernde haben am Eingang des "Gelben Hauses" Kerzen abgestellt. (Bild: hr1/ Philipp Wellhöfer)
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Trauernde haben am Eingang des "Gelben Hauses" Kerzen abgestellt.
Die Schottener Bürgermeisterin Susanne Schaab (SPD) zeigte sich betroffen von der Tat im Jugendzentrum. Sie sei "ratlos und fassungslos", sagte sie am Sonntag. Der Getötete und die Verletzten seien ihr bekannt.

Nach Angaben der Bürgermeisterin hatte "eine ganz normale Gruppe von Jugendlichen aus der Stadt" den Raum gemietet, um den Geburtstag eines Mädchens zu feiern. Die Gastgeberin sei 15 Jahre alt, sagte Schaab dem lokalen "Kreis-Anzeiger" (Montag). Der sehr junge Täter habe nach ihren Informationen nicht zu den eingeladenen Gästen gehört und müsse aus bisher unbekannten Gründen völlig ausgerastet sein. Bereits am Sonntag hatte sie gesagt, dass zu der Feier offenbar Besucher gekommen seien, die nicht eingeladen waren.

Eine für Sonntag geplante Jubiläumsfeier der Stadtbibliothek war von der Stadt abgesagt worden, weil sich die Bücherei den Eingangsbereich mit dem Jugendzentrum teilt. Am Montag blieben zudem zwei benachbarte Schulen geschlossen.
 

Strenge Regeln für Alkohol

Bei dem Jugendzentrum handelt es sich um einen Raum über der Stadtbibliothek im so genannten "Gelben Haus". Eigentümerin ist die Stadt Schotten, die die laufenden Kosten übernimmt. Auch die Tourist-Information ist in dem Haus untergebracht. Schüler hatten den Raum mit Unterstützung der Bürgermeisterin im vergangenen Jahr selbst ins Leben gerufen und eingerichtet. Den Schlüssel verwalten sie in Eigenregie, wie Schaab am Sonntag zu hr-online sagte.

Bei Partys wie der am Samstag gelten laut der Bürgermeisterin strenge Alkohol-Regeln. "Der Raum wird von uns nur zur Verfügung gestellt unter Beachtung des Jugendschutzgesetzes." Harter Alkohol wie Schnaps oder Wodka sei grundsätzlich verboten. "Dafür stehen die Schüler ein, dass das funktioniert." Kontrollen gebe es nur bei Hinweisen auf Verstöße oder bei Beschwerden.
 
Redaktion: alb
Bilder: © hr1/ Philipp Wellhöfer (1), © hr1/ Philipp Wellhöfer (1)
Letzte Aktualisierung: 17.12.2012, 14:29 Uhr
 
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