Die Akteure
Trägerverein Odenwaldschule
Die Odenwaldschule ist eine staatlich anerkannte Schule in privater Trägerschaft. Das Land Hessen bezuschusst zwar, Geldgeber sind aber vorwiegend die Eltern. Schüler können aber auch über Jugendämter, Stiftungen und Stipendien finanziert werden.
Opferverein "Glasbrechen"
Er wurde von ehemaligen Schülern gegründet, als der Missbrauchsskandal an die Öffentlichkeit kam. Er fordert die vollständige Aufklärung der Vorfälle an der Odenwaldschule und setzt sich für umfangreiche Hilfen für die Opfer ein. Der Opferverein gehört zu den größten Kritikern der Odenwaldschule.
Altschülervereinigung und Förderverein
Ihm geht es besonders darum, den Kontakt zwischen ehemaligen Schülern und Angehörigen der Schule und den heutigen Akteuren zu pflegen und zu verbessern. Gefördert werden wissenschaftliche, soziale oder kulturelle Projekte der Odenwaldschule.
Stiftung "Brücken bauen"
Der Stiftung geht es neben Unterstützung und finanzieller Anerkennung für die Opfer darum, die Aufarbeitung zu fördern und Konzepte für die Prävention von Missbrauch zu erarbeiten. Sie wurde von der Schulleitung und der Altschülervereinigung initiiert und versteht sich als Ansprechpartner für alle Betroffenen des Missbrauchsskandals.
Schulleitung der Odenwaldschule
Seit Beginn des Schuljahres 2011/2012 wird die Schule von einem Team aus kommissarischer Schulleiterin, Internatsleiter und Verwaltungsleiter geführt. Die Schule wehrt sich gegen Anschuldigungen, bei der Aufklärung der Missbräuche nicht konsequent genug zu sein.
Petition der OSO-Opfer
Darin fordert eine ehemalige Schülerin stellvertretend für Missbrauchsopfer Aufklärung. Viele Opfer sind sauer, dass es um den Missbrauchs-Skandal an der Odenwaldschule ruhiger geworden ist. Am Freitag musste sich das Internat dem Thema an einem gemeinsamen Tisch erneut stellen.